Dreyer: Traumahilfezentrum für Flutopfer «einmalig»

06.12.2021 Für Menschen, die während der tödlichen Flutkatastrophe im Ahrtal traumatisiert worden sind, gibt es eine neue Anlaufstelle. Gemeinsam mit Gesundheitsminister Clemens Hoch hat die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (beide SPD) am Montagabend ein neues Traumahilfezentrum in Grafschaft-Lantershofen oberhalb des weithin zerstörten Ahrtals eröffnet. Sie nannte es ein «bundesweit einmaliges Projekt».

Bei ihrem Besuch im Ahrtal spricht die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD, M) in einem der zerstörten Klassenräume der Barbarossaschule Sinzig - Realschule plus mit Bürgermeister Andreas Geron und der Konrektorin der Schule, Uta Erlekampf. Foto: Thomas Frey/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Viele tausende Menschen haben im Ahrtal Todesangst durchstehen müssen. Viele haben Angehörige, Freunde oder Nachbarn verloren, oder ihr Zuhause. Mit ihren traumatischen Erlebnissen lassen wir die Menschen nicht alleine», betonte die Ministerpräsidentin laut Mitteilung. Die Landesregierung finanziere die Arbeit des Traumahilfezentrums zunächst für drei Jahre mit gut 766.000 Euro. Das Projekt solle ein niedrigschwelliges Angebot sein und könne, wenn nötig, beispielsweise Psychotherapie an Flutopfer vermitteln.

Das Zentrum nimmt in den Räumen des katholischen Studienhauses St. Lambert unter der Leitung der Dr. von Ehrenwallschen Klinik und in Zusammenarbeit mit der Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Deutschen Roten Kreuzes in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Arbeit auf. Gesundheitsminister Hoch erklärte, mit dem Zusammenwirken dieser beiden Kliniken könnten «nicht nur Betroffene aller Altersstufen, sondern auch Familien, die teilweise generationsübergreifend traumatisiert wurden, gemeinsam beraten und betreut werden».

Die selbst stark von der Sturzflut betroffene Dr. von Ehrenwallsche Klinik soll laut Staatskanzlei für ihren Weiteraufbau am Montagabend weitere Bewilligungsbescheide von rund 600.000 Euro erhalten. Die Sturzflut am 14. und 15. Juli nach extremem Starkregen im Ahrtal hatte 134 Menschen getötet und Tausende von Häusern beschädigt oder zerstört. Immer noch leben viele Anwohner bei Verwandten, Freunden oder in Ferienwohnungen und Notunterkünften.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Trainerwechsel: «Bild»: Breitenreiter wird neuer Trainer in Hoffenheim

People news

Ex-Monarch: Heimatbesuch: Spaniens umstrittener Altkönig glücklich

Tv & kino

Schauspieler: Woody Harrelson: «Ich bin kein Marxist, ich bin Anarchist»

Tv & kino

Regisseur: Palmen-Gewinner Mungiu über «eine sehr gewalttätige Spezies»

Internet news & surftipps

Gesellschaft: Faeser: Bei Kampf gegen Kindesmissbrauch nicht überziehen

Das beste netz deutschlands

Featured: 5G-Solitaire-Parfum versprüht die Magie von Echtzeit: 5G+ für die Sinne

Internet news & surftipps

Informationstechnologie: Richter: Keine Chance für künstliche Intelligenz in Justiz

Auto news

Grafik: Lkw-Emissionsklassen auf Mautstrecken: Euro VI dominiert

Empfehlungen der Redaktion

Regional rheinland pfalz & saarland

Dreyer und Hoch eröffnen Traumahilfezentrum für Flutopfer

Regional rheinland pfalz & saarland

Caritas: Bürokratie erschwert Wiederaufbau im Ahrtal

Regional rheinland pfalz & saarland

Helfershuttle im Ahr-Flutgebiet pausiert bis 1. März

Regional rheinland pfalz & saarland

Dreyer: Die Menschen sollen wieder stolz auf ihr Ahrtal sein

Wetter

Hochwasser: Ahrtal kämpft noch lange mit tödlicher Flut

Regional rheinland pfalz & saarland

Neue Landrätin im Kreis Ahrweiler: Mehr Hochwasserschutz

Regional rheinland pfalz & saarland

Unterstützung: Online-Hilfe statt Helfershuttle im flutgeschädigten Ahrtal

Regional rheinland pfalz & saarland

Hochwasser: Geywitz verspricht flutgeschädigtem Ahrtal Unterstützung