CDU: Öffnung von Impfzentren und Einbindung von Apotheken

18.11.2021 Die CDU-Landtagsfraktion hat von der rheinland-pfälzischen Landesregierung die Öffnung aller Impfzentren im Land gefordert, «bei denen das kurzfristig möglich ist». Darüber hinaus solle die Regierung auf eine Einbindung der Apotheken in die Impfkampagne hinwirken, sagte Fraktionschef Christian Baldauf am Donnerstag. Fachübergreifend sollten alle Humanmediziner - beispielsweise auch Augen- und Zahnärzte - bei den Impfungen mithelfen, wenn sie das wollten. Das gelte auch für Medizinstudenten in höheren Semestern und Ärzte im Ruhestand. «Es muss jetzt jede Hand genutzt werden, die fachlich in der Lage und dazu bereit ist, eine Impfung vorzunehmen», betonte Baldauf.

Christian Baldauf, Fraktionscheft der rheinland-pfälzischen CDU, spricht. Foto: Annette Riedl/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vollkommen unverständlich sei es, dass das Impfzentrum in Mainz zunächst geschlossen bleiben solle. Am Mittwoch habe es in der Landeshauptstadt vor der Haltestelle des Impfbusses eine lange Warteschlange gegeben, viele Impfwillige seien frustriert gewesen, erklärte der Fraktionschef. Er forderte Gesundheitsministers Clemens Hoch (SPD) auf, sich dringend um eine Ausweitung der Impfkapazitäten zu kümmern.

Seit diesem Donnerstag können sich die Menschen in Rheinland-Pfalz für eine Corona-Schutzimpfung in einem von acht wiedereröffneten Impfzentren anmelden. Möglich sind sowohl Erst- und Zweitimpfungen als auch Auffrischungsimpfungen. Voraussetzung für die Anmeldung zu einer sogenannten Booster-Impfung ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums, dass die zweite Impfung schon mindestens sechs Monate zurückliegt. Dazu berechtigt sind alle Erwachsenen über 18 Jahre. Die Anmeldung läuft über das landesweite Impfportal.

Mit dabei sind die Impfzentren im Landkreis Mainz-Bingen, in Neustadt an der Weinstraße, in Trier, in Koblenz, in Ludwigshafen, in Germersheim, im Rhein-Lahn-Kreis und in Kaiserslautern. In den anderen Regionen sollen verstärkt Impfbusse eingesetzt werden. Dazu kommen Impfangebote der Kommunen sowie an 21 Krankenhäusern. Erster Ansprechpartner sollen aber Hausärzte und andere Praxen niedergelassener Mediziner bleiben.

© dpa-infocom GmbH

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