Bezos kündigt nach Trip ins All weitere Flüge an

21.07.2021 Eigentlich würde er gern sofort wieder ins All fliegen, sagt Amazon-Gründer Jeff Bezos. Wie andere Milliardäre wirft auch er ein Auge auf den Weltraumtourismus. Kritiker finden das verschwenderisch.

Oliver Daemen (l-r) aus den Niederlanden, Jeff Bezos, Gründer von Amazon und des Weltraumtourismus-Unternehmens Blue Origin, Wally Funk, ehemalige US-Pilotin, und Mark Bezos, Bruder von Jeff Bezos, stehen nach der Landung für ein Foto zusammen. Foto: Tony Gutierrez/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Kurztrip von Amazon-Gründer Jeff Bezos ins All hat seine Raumfahrtfirma Blue Origin noch für dieses Jahr mindestens zwei weitere Flüge angekündigt.

«Die Nachfrage ist sehr hoch», sagte der 57-Jährige nach der Landung bei einer Pressekonferenz. «Wir gehen auf 100 Millionen Dollar in Ticketverkäufen zu.» Nach den zwei Flügen noch in diesem Jahr müsse man sehen, wie es im nächsten Jahr weitergehe.

Zehn Minuten im All

Auch er selbst würde sofort wieder ins All fliegen, sagte der nach Angaben des «Forbes»-Magazins reichste Mensch der Welt. «Selbstverständlich! Wie schnell können wir das Ding wieder betanken?», witzelte Bezos.

Zuvor hatte er gemeinsam mit seinem Bruder Mark («dem lustigsten Menschen, der je im Weltall war»), einer 82 Jahre alten früheren US-Pilotin und einem 18-jährigen Niederländer an Bord des Raumschiffs «New Shepard» einen insgesamt rund zehnminütigen All-Ausflug unternommen.

Kritiker: Keine Rücksicht auf das Klima

Bereits rund zehn Tage zuvor hatte mit dem Briten Richard Branson ein anderer Milliardär sein eigenes Raumschiff getestet. Auch Branson erhofft sich einen Einstieg in das Geschäft mit dem Weltraum-Tourismus.

Kritiker werfen den Milliardären allerdings vor, ohne Rücksicht auf das Klima und weitgehend ohne wissenschaftliche Forschungsinteressen sehr viel Geld zu verschwenden.

Welternährungsprogramm: «Wir brauchen deine Hilfe.»

Der Chef des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (UN), David Beasley, beispielsweise gratulierte Bezos zum All-Ausflug - rief ihn per Twitter aber auch erneut dazu auf, sich für die Hunger leidenden Menschen auf der Erde einzusetzen. «Wie du vom Weltraum aus gesehen hast, ist die Erde ein ganz besonderer Ort. 41 Millionen Menschen stehen an der Schwelle zur Hungersnot. Ich brauche deine Hilfe. Wir brauchen deine Hilfe.»

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Borussia Mönchengladbach: Eberl-Rückzug mit Tränen: «Beende etwas, was mein Leben war»

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Apple mit Rekord-Weihnachtsquartal trotz Chip-Knappheit

Reise

Neue Einstufung: 13 afrikanische Länder von Corona-Risikoliste gestrichen

Musik news

Musik-Charts: Viertes Nummer-eins-Album für Billy Talent

Musik news

Musik-Charts: Viertes Nummer-eins-Album für Billy Talent

Auto news

Ampelschläfer oder Schleicher: Wann ist das Anhupen erlaubt?

Tv & kino

Featured: The Woman in the House Across the Street from the Girl in the Window: Alle Infos zur Netflix-Serie

Das beste netz deutschlands

Rat der Bundesnetzagentur: Vor Online-Käufen Anbieter checken

Empfehlungen der Redaktion

Panorama

Raumfahrt: «Bester Tag aller Zeiten»: Amazon-Gründer ins All geflogen

Panorama

Raumfahrt: Amazon-Gründer schickt wieder Touristen ins Weltall

People news

«Star Trek»-Schauspieler: Jeff Bezos schickt William Shatner ins All

Panorama

PR-Coup: Jeff Bezos schickt «Captain Kirk» ins All

People news

Raumfahrt: Bezos schickt «Star Trek»-Schauspieler Shatner ins All

Panorama

Glen De Vries: US-Unternehmer stirbt Wochen nach All-Flug bei Absturz

People news

«Star Trek»-Ikone: William Shatners Flug ins All um einen Tag verschoben

Ausland

Welternährungsprogramm: UN bitten Musk um Gespräch für Milliardenspende