Erstes Opfer des Grundschulmassakers in Texas beerdigt

01.06.2022 Während die Angehörigen in Uvalde mit den Beerdigungen ihrer Kinder und Familienmitglieder beginnen, wächst die Wut auf die Polizei. Auch die Debatte um Waffengewalt in den USA flammt wieder auf.

Kreuze zeigen die Namen der Opfer des Schulmassakers im texanischen Uvalde. © Jae C. Hong/AP/dpa

Eine Woche nach dem Massaker an einer Grundschule in der Gemeinde Uvalde im US-Bundesstaat Texas ist das erste der 21 Opfer beerdigt worden.

Die Zeitung «Texas Tribune» berichtete, Amerie Jo Garza sei am Dienstagnachmittag (Ortszeit) zu Grabe getragen worden - drei Wochen nach ihrem zehnten Geburtstag. Die Trauerfeierlichkeiten würden sich über zwei Wochen hinziehen. Eine zweite Beerdigung sollte nach Medienberichten am Abend stattfinden.

Der 18 Jahre alte Angreifer hatte am Dienstag vergangener Woche 19 Kinder und zwei Lehrerinnen getötet, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde. Der Amokläufer hatte sich mit einem Sturmgewehr in einem Klassenzimmer einer vierten Klasse der Robb Elementary School verschanzt. Über sein Motiv ist weiterhin nichts bekannt.

Polizei unter öffentlichem Druck

Die Polizei steht seit dem Einsatz wegen ihres späten Eingreifens massiv in der Kritik. Erst mehr als 75 Minuten, nachdem der Schütze das Feuer eröffnet hatte, drangen Einsatzkräfte in das Klassenzimmer ein und töteten den Amokläufer. Das US-Justizministerium hat eine Untersuchung angekündigt.

Am vergangenen Sonntag hatten US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden die kleine Gemeinde Uvalde besucht. Sie verbrachten mehrere Stunden mit Angehörigen der Todesopfer und mit Überlebenden des Amoklaufs.

Der Amoklauf von Uvalde hat die Debatte über eine Verschärfung der Waffengesetze in den USA einmal mehr angefacht. Der Demokrat Biden hat sich dafür ausgesprochen. Viele Republikaner sperren sich aber seit Jahren gegen strengere Regularien, wie etwa ein Verbot von Sturmgewehren. Die USA haben seit langem mit einem riesigen Ausmaß an Waffengewalt zu kämpfen. Im Jahr 2020 waren Schusswaffenverletzungen Todesursache Nummer eins für Kinder und Jugendliche in den USA, noch vor Verkehrsunfällen.

© dpa

Weitere News

Top News

Sport news

Leichtathletik-EM: Marathon-Siege von Ringer und Frauen-Team begeistern

People news

Kriminalität: Iran: Nichts zu tun mit Rushdie-Attacke

People news

Ende eines Power-Paars: Maria Furtwängler und Hubert Burda haben sich getrennt

People news

Kriminalität: Salman Rushdie nach Attacke auf dem Weg der Besserung

Das beste netz deutschlands

Featured: Der vielfältige Stil von Neil Gaiman: Besonderheiten seiner Werke und Leseempfehlungen

Job & geld

Urteil: Dienstunfähig? Versetzung in vorzeitigen Ruhestand möglich

Auto news

Studie zu Seilbahnen : Hängen kommt günstig

Das beste netz deutschlands

Fotowissen: Wann macht der Blitz mein Foto besser?

Empfehlungen der Redaktion

Ausland

Trost vom US-Präsidenten: Nach Amoklauf an Grundschule: Biden besucht Uvalde

Panorama

USA : Schulmassaker: Todesschütze nach einer Stunde erschossen

Panorama

Erst vor einer Woche sorgte der Amoklauf an einer Grundschule in Uvalde weltweit für Entsetzen. Nun hat ein Mann Schüsse in einem Krankenhaus im Bundesstaat Oklahoma abgefeuert. Sein MOtiv erscheint banal.: Schütze tötet mehrere Menschen in Krankenhaus in den USA

Ausland

Waffengewalt: Massaker an Grundschule in Texas erschüttert die USA

People news

Musiker: Harry Styles kündigt Millionen-Spende für Waffenkontrolle an

Panorama

Uvalde: Biden besucht Texas nach Schulmassaker mit 21 Toten

Panorama

Kriminalität: Biden besucht Texas nach Amoklauf an Schule mit 21 Toten

Ausland

Reaktionen auf Schulmassaker: Obama zu Massaker: «Schmerz, den niemand ertragen sollte»