Rätselraten über Motiv des Autofahrers in Berlin

Am Vormittag hat ein Autofahrer in Berlin mehrere Menschen erfasst. Eine Person wurde getötet. Das ist bisher zu den Hintergründen bekannt:
Ein Sprengstoffexperte durchsucht nach dem tödlichen Vorfall die Umgebung des Tatorts. © Christoph Soeder/dpa

Nach dem tödlichen Vorfall in Berlin mit einem Autofahrer sind in dem Wagen neben Schriftstücken auch Plakate mit Aufschriften gefunden worden.

«Ein richtiges Bekennerschreiben gibt es nicht», sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Zuvor hatte es aus Polizeikreisen geheißen, es sei ein Bekennerschreiben in dem Auto gefunden worden.

Äußerungen zur Türkei

Spranger sprach von «Plakaten», auf denen Äußerungen zur Türkei stehen würden. Die genaue Motivation des Fahrers müsse untersucht werden. Eine Polizeisprecherin sagte: «Welcher Art die Äußerungen auf Schriftstücken und Plakaten sind, die im Auto gefunden wurden, prüfen wir noch.» Nach dpa-Informationen aus Polizeikreisen soll der Verdächtige psychisch auffällig sein.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik spricht von einem «Tatverdächtigen», der sich nun im Krankenhaus befinde. Im Moment gebe es keine einschlägigen Erkenntnisse zu einer politischen Motivation. Von einem zufälligen Unfall war in den Stellungnahmen nicht die Rede.

Man ermittele wirklich in alle Richtungen, sagte Slowik im RBB. Psychische Beeinträchtigungen des 29 Jahre alten Fahrers seien zwar nicht auszuschließen, aber alle anderen Hintergründe ebenso wenig. Die Polizei schließe im Moment «gar nichts» aus.

Die Ermittlungen würden von einer Mordkommission geführt, sagte Slowik. «Hinweise auf eine politische Tat haben wir derzeit so nicht, dass wir jetzt den Staatsschutz sozusagen die Ermittlungen übernehmen lassen würden.» Die Polizei werde etwa das Auto des Fahrers noch kriminaltechnisch untersuchen. Ermittler setzen Slowik zufolge auch auf Fotos und Videos, die von Zeugen auf einer Hinweisplattform hochgeladen werden könnten. Dies helfe immens für eine schnelle Auswertung.

Das ist passiert:

Der Vorfall spielte sich nach bisherigem Stand so ab: Der Mann fuhr den Renault-Kleinwagen am späten Vormittag an der Straßenecke Ku'damm und Rankestraße auf den Bürgersteig des Ku'damms und in die Menschengruppe. Dann fuhr er auf die Kreuzung und knapp 200 Meter weiter auf der Tauentzienstraße Richtung Osten. Kurz vor der Ecke Marburger Straße lenkte er den Wagen erneut von der Straße auf den Bürgersteig, touchierte ein anderes Auto, überquerte die Marburger Straße und landete im Schaufenster eines Parfümerie-Geschäfts.

© dpa
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