Erste Heuler der Saison in Seehundstation angekommen

08.12.2021 Mit dem Flugzeug ging es für die wenige Tage alten Heuler «Rudi» und «Renate» von Helgoland nach Friedrichskoog. Dort werden die beiden Kegelrobbenjungtiere nun aufgepäppelt. Der erste Schritt ist getan.

Der Kegelrobben-Heuler „Rudi“ (l) und "Renate" in der Seehundstation im Aufzuchtbereich. Die beiden Heuler wurden auf Helgoland gefunden und per Flugzeug in die Station gebracht. Foto: Axel Heimken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die ersten beiden Kegelrobben-Heuler der Saison werden aktuell in der Seehundstation in Friedrichskoog aufgepäppelt.

Die «Rudi» und «Renate» genannten Tiere konnten am Mittwoch nach einer 14-tägigen Quarantäne in den Aufzuchtbereich der Station gelassen werden. Die beiden mutterlosen Robbenbabys seien erst wenige Tage alt gewesen, als sie auf Helgoland gefunden wurden, sagte Stationsleiterin Tanja Rosenberger. «Er kam noch mit Nabelschnur an, war erst zwei, drei Tage alt, als er gefunden wurde». Sie sei wenige Tage älter. Die beiden Tiere wurden mit dem Flugzeug von Helgoland aufs Festland gebracht.

Die beiden Robben werden nun zwei bis drei Monate in der Seehundstation verbringen, um sich das Gewicht anzufressen, das sie im Freiland am Ende der Säugezeit hätten. «Das ist bei den weiblichen Tieren mindestens 35 Kilogramm», sagte Rosenberger. Bei den männlichen sind es bis zu 50 Kilogramm. Bis sie in die Freiheit entlassen werden können, müssen «Rudi» und «Renate» lernen, selbstständig Fisch zu fressen. «Dazu werden ihnen hier verschiedene Fischarten angeboten, damit sie möglichst gut auf das Leben in Freiheit vorbereitet werden.»

Dichtes Fell für den Winter

Kegelrobben werden im Gegensatz zu Seehunden mitten im Winter geboren. Das extrem dichte, weiße Fell schützt den Nachwuchs in den ersten Lebenswochen vor Kälte und Wind.

Die Kegelrobbe gilt als größtes Raubtier Deutschlands. Die Bullen können bei einer Länge von bis zu 2,30 Metern ein Gewicht von über 300 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Weibchen werden bis zu zwei Meter lang und bis zu 185 Kilogramm schwer. Ein erwachsenes Tier frisst täglich bis zu sechs Kilogramm Fisch und andere Meerestiere. Als angeblicher Konkurrent der Fischer waren Kegelrobben über die Jahrhunderte in der Nordsee nahezu ausgerottet. Heute gibt es im Wattenmeer wieder mehrere Kolonien mit Jungen. Allein auf Helgoland wurden nach Angaben des Vereins Jordsand seit Beginn der Geburtensaison 2021/22 Mitte November bis zum 3. Dezember 474 Geburten gezählt.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Internet news & surftipps

Pandemie: Omikron-Welle stellt Corona-Warn-App auf den Prüfstand

Dfb pokal

Achtelfinale: DFB-Pokal: Das war der Dienstag, das kommt am Mittwoch

Auto news

Neuer Luxus-Stromer: Bentley baut Flying Spur als Plug-in-Hybrid

Job & geld

Steuerrecht: Ist Unternehmenübertragung an Arbeitnehmer eine Schenkung?

People news

Regisseur: Oscar-Ehren mit «La La Land» - Damien Chazelle wird 37

Internet news & surftipps

Videospiele: Microsoft kauft Spielefirma Activision Blizzard

Internet news & surftipps

Forschungszentrum: Quantensprung: Start für neuen Computer in Jülich

Musik news

Song Contest: Wer fährt für Deutschland zum ESC?

Empfehlungen der Redaktion

Regional hamburg & schleswig holstein

Erste Heuler werden in Seehundstation aufgepäppelt

Regional hamburg & schleswig holstein

Geburtenrekord bei Helgoländer Kegelrobben

Regional niedersachsen & bremen

Heuler in Norddeich warten noch auf Auswilderung

Panorama

Naturschutz: Heuler Max, Martin und Sixtyfour robben in die Freiheit

Regional hamburg & schleswig holstein

Erster Heuler der Saison wurde ausgewildert

Regional niedersachsen & bremen

Polizisten bringen erschöpften Seehund «Piet» in Sicherheit

Regional hamburg & schleswig holstein

Mehr Kegelrobben im Wattenmeer gezählt

Regional niedersachsen & bremen

Seehundstation blickt auf schwieriges Corona-Jahr 2021