Erkältungszeit steht bevor - Corona-Rückgang gestoppt

Das Corona-Infektionsgeschehen war zuletzt eine Weile rückläufig. Nun scheint es laut RKI-Wochenbericht zu stagnieren.
Die Corona-Infektionen waren lange Zeit rückläufig. Nun spricht das RKI von Stagnation. © Bernd Weißbrod/dpa

Angesichts der Jahreszeit erwartet das Robert Koch-Institut (RKI) in nächster Zeit wieder mehr Atemwegskrankheiten.

«In den kommenden Wochen ist nach dem Ende der Ferienzeit mit einer saisonal bedingten Zunahme an respiratorischen Erkrankungen insgesamt zu rechnen», heißt es im Covid-19-Wochenbericht des Instituts vom Donnerstagabend. Demnach könnten insbesondere ältere Menschen schwer davon betroffen sein. Das RKI rief zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf: Bei neu auftretenden Symptomen wie Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten solle man nicht zur Arbeit gehen, kranke Kinder sollten nicht in Schule oder Kindergarten. Es gelte im Krankheitsfall vielmehr, Kontakte zu meiden und sich bei Bedarf beim Hausarzt zu melden.

RKI: Empfehlungen zur Infektionsvermeidung weiter einhalten

Auch mit Blick speziell auf Corona rät das RKI: «Vor dem Hintergrund hoher Inzidenzen durch die starke Verbreitung der Omikron-Sublinie BA.5 sollten die Empfehlungen zur Infektionsvermeidung weiterhin unbedingt eingehalten werden.» Der recht langanhaltende Rückgang bei diesen Infektionen in Deutschland sei gestoppt. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz etwa sei im Vergleich von vergangener zu vorvergangener Woche relativ stabil geblieben, «nachdem sie zuvor sieben Wochen lang zurückgegangen war». Auch bei schweren Covid-19-Erkrankungen setzte sich der rückläufige Trend den Daten zufolge nicht weiter fort. Bei der Zahl der davon betroffenen Intensivpatienten war von einem Plateau die Rede.

Omikron-Sublinie BA.5 dominiert weiterhin

Wenig Bewegung zeigt sich in den Auswertungen zu Varianten von Sars-CoV-2: Die Omikron-Sublinie BA.5 ist in einer Stichprobe weiter für den allergrößten Anteil von Fällen verantwortlich (95 Prozent). BA.4 kommt auf rund drei Prozent. Ein mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer, der an diese beiden Erreger angepasst ist, war zu Wochenbeginn von der Europäischen Kommission zugelassen worden. BA.4 und BA.5 weisen identische Spike-Proteine auf.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einem zügigen Start von Impfungen mit dem zugelassenen neuen Präparat. Seit kurzem gibt es zudem an die Omikron-Sublinie BA.1 angepasste Impfstoffe - ein Erreger, der derzeit keine Rolle mehr spielt. Anhand bisheriger Daten lässt sich jedoch nicht direkt vergleichen, welcher der neuen Impfstoffe besser ist. Die Effektivität hängt auch davon ab, welche Varianten in den kommenden Wochen und Monaten vorherrschen werden - was derzeit völlig offen ist. Wichtig ist laut Forschern, dass sich Risikogruppen überhaupt eine zweite Auffrischimpfung geben lassen. Erwartet wird auch noch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu den neuen Impfstoffen.

© dpa
Weitere News
Top News
Tv & kino
Fernsehen: Ex-RTL-Manager wird ProSiebenSat.1-Chef
Tv & kino
Hollywood: Sklaven-Drama «Emancipation» mit Will Smith kommt ins Kino
Fußball news
Untersuchung: Bericht: Systematische Belästigung von US-Fußballerinnen
Tv & kino
Fernsehen: ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean geht
Auto news
Maserati Gran Turismo: Schön elektrisch
Internet news & surftipps
Finanzen: Bitcoin: Virtuelles Schürfen wird immer klimaschädlicher
Handy ratgeber & tests
Featured: Archero-Tipps: Gibt es Cheats oder Promo-Codes für das Handyspiel?
Handy ratgeber & tests
Featured: Gibt es Promo-Codes im Oktober 2022 zu RAID: Shadow Legends?
Empfehlungen der Redaktion
Gesundheit
Erkältungszeit steht bevor: Corona-Zahlen gehen laut RKI nicht weiter zurück
Panorama
Pandemie: RKI: Höhepunkt schwerer Corona-Erkrankungen überschritten
Panorama
Pandemie: Mehrere Corona-Kennzahlen steigen an - nächste Welle?
Panorama
Coronavirus: RKI: Keine Hinweise auf schwerere Corona-Verläufe durch BA.5
Panorama
RKI: Atemwegsinfekte stärker verbreitet - Anstieg erwartet
Gesundheit
Variante BA.5 dominiert: Corona-Sommerwelle: Schutzmaßnahmen wieder mehr beachten
Gesundheit
Corona-Variante: BA.5: Keine schwereren Verläufe, aber mehr Infizierte
Inland
RKI-Corona-Wochenbericht: Höhepunkt der Welle bei schweren Erkrankungen überschritten