RKI: Höhepunkt schwerer Corona-Erkrankungen überschritten

Die Sommermonate mit vielen Corona-Infektionen in Deutschland neigen sich dem Ende entgegen. Nun sinken die Zahlen, das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung aber weiter als hoch ein.
Eine Intensiv-Krankenschwester betreut einen Covid-19-Patienten in einem Krankenhaus in Berlin. © Christoph Soeder/dpa

Das Abebben der Omikron-Welle in diesem Sommer zeigt sich auch bei den schweren Corona-Erkrankungen. «Übereinstimmend zeigen diese Daten, dass auch bei schwer verlaufenden Erkrankungen der Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten ist», heißt es im Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Covid-19 von Donnerstagabend. Die Autoren beschreiben darin rückläufige Entwicklungen bei der Zahl der Patienten mit Covid-19 auf deutschen Intensivstationen und bei Covid-19-Diagnosen.

«Trotz insgesamt weiter rückläufiger Fallzahlen bleibt der Infektionsdruck in der Allgemeinbevölkerung in allen Altersgruppen hoch», warnt das RKI. Es schätzt, dass vergangene Woche 300.000 bis 800.000 Menschen in Deutschland erkrankten, angenommen werden 190.000 Arztbesuche in dem Zusammenhang. Auch dies sei ein Rückgang verglichen mit der Woche zuvor, hieß es. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz, die auf der Zahl positiver PCR-Tests basiert, sank laut Bericht im Wochenvergleich um insgesamt zwölf Prozent.

Trotz verbesserter Betriebssituation in den vergangenen Wochen bleibe die Belastung des Gesundheitssystems hoch, heißt es vom RKI. Für die kommenden Wochen sei weiterhin mit einer hohen Zahl von Krankenhauseinweisungen, Covid-19-Intensivpatienten und Todesfällen zu rechnen. Besonders gefährdet sind laut Bericht Menschen über 80.

Eine Stichprobe analysierter positiver Fälle zeigt, dass nach wie vor fast ausschließlich die Omikron-Sublinie BA.5 für Ansteckungen sorgt: Der Anteil beträgt in der dritten Woche in Folge rund 95 Prozent. Die übrigen Nachweise entfallen auf BA.2 und BA.4.

Die Sublinie BA.2.75, deren Ausbreitung in Indien und anderen Regionen weltweit beobachtet wird, ist dem Bericht zufolge bisher 17 Mal in Deutschland gefunden worden. «Ein Wachstumsvorteil von BA.2.75 in einem BA.4/BA.5-dominierten Geschehen, wie in Deutschland, ist aktuell unbekannt», hält das RKI dazu fest.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
SC Freiburg: Streich vor Europa-League-Spiel mit Corona infiziert
Auto news
Mehr E-Unterstützung: Mercedes überarbeitet A- und B-Klasse
Tv & kino
Featured: The Playlist bei Netflix: Alles, was Du zur Spotify-Serie wissen musst
Job & geld
Versicherungsaufsicht: Restschuldversicherungen oft zu teuer
Tv & kino
Mit 91 Jahren : Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase gestorben
Das beste netz deutschlands
Featured: Hologramm-Telefonie: Vodafone und Co. arbeiten an der Kommunikation der Zukunft
People news
Royals: Belgisches Königspaar besucht Biontech-Zentrale
Das beste netz deutschlands
Featured: Fokus unter iOS 16 einrichten: Mehr Konzentration am iPhone und iPad
Empfehlungen der Redaktion
Inland
RKI-Corona-Wochenbericht: Höhepunkt der Welle bei schweren Erkrankungen überschritten
Panorama
Corona-Pandemie: RKI: Corona-Zahlen gesunken - Infektionsgefahr weiter hoch
Panorama
RKI-Bericht: Eher Seitwärtsbewegung als sinkender Trend bei Corona-Zahlen
Panorama
RKI: Trotz sinkender Coronazahlen ist die Infektionsgefahr hoch
Panorama
Pandemie: RKI sieht fallende Corona-Inzidenzen - Ausnahme Schulkinder
Panorama
Pandemie: RKI: BA.2 dominant – BA.5 legt auf sehr niedrigem Niveau zu
Panorama
Pandemie: Mehrere Corona-Kennzahlen steigen an - nächste Welle?
Panorama
Corona-Pandemie: Gipfel der Welle klar überschritten, Verhalten aber wichtig