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Moskau will Abkommen für ISS-Raumflüge mit USA verlängern

Russland wollte die Zusammenarbeit mit den USA beim Betreiben der Internationalen Raumstation einstellen. Nun soll eine Kooperation doch weiterlaufen. Unterdessen flog eine US-russische Crew zur ISS.
ISS
Die Internationale Raumstation im Weltraum. © -/NASA/dpa

Russland ist nach offiziellen Angaben nun doch zur Verlängerung des Abkommens mit den USA über gemeinsame Raumflüge zur Internationalen Raumstation bereit. Eine Zusatzvereinbarung für die Weiterführung von Überkreuzflügen für die Jahre 2024 und 2025 werde vorbereitet, sagte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Juri Borissow, in der Nacht zum Samstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Die ISS ist eines der wenigen Objekte, bei denen US-Amerikaner und Russen nach Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar 2022 noch zusammenarbeiten. Bisher fliegen Kosmonauten und Astronauten auch gemeinsam ins All. So flog am Freitag die US-Astronautin Loral O'Hara mit den Kosmonauten Oleg Kononenko und Niolai Tschub an Bord einer russischen Sojus-Kapsel zur ISS.

Russland hatte zwischenzeitlich aufgrund der Spannungen angekündigt, die Kooperation nach 2024 einzustellen und eine eigene Orbitstation aufzubauen. Da der Aufbau der Station allerdings dauert, hatte Moskau später mitgeteilt, zu erwägen, bis 2028 wohl doch an Bord der ISS zu bleiben.

Die Sojus-Trägerrakete mit den beiden Kosmonauten und der Astronautin startete am Freitag am Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan. Die Raumkapsel habe am Freitag um 21.54 Uhr Moskauer Zeit (20.54 Uhr MESZ) an der ISS angedockt, berichtete Interfax. Der Flug von Baikonur zur ISS dauerte demnach nur gut drei Stunden.

O'Hara wird dem Plan nach etwa sechs Monate im All bleiben, Kononenko und Tschub sogar etwa ein Jahr. Während der Expedition sind vier Ausstiege in den Kosmos und vier Ankünfte von Frachtflügen vorhergesehen. Zudem sind zahlreiche wissenschaftliche Experimente geplant. Für Kononenko ist es bereits der fünfte Flug. O'Hara und Tschub haben hingegen Premiere.

© dpa
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