Blackbox von Unglücksflieger im Süden Chinas entdeckt

23.03.2022 Die Boeing 737 war am Montag plötzlich kopfüber in die Tiefe gestürzt und in einem hügeligen Waldgebiet aufgeschlagen. Die Arbeiten am Unglücksort gehen nur langsam voran.

Auf diesem von der Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichten Foto suchen Rettungskräfte nach der Blackbox. © Zhou Hua/Xinhua/AP/dpa

Nach dem Absturz einer Boeing 737 im Süden Chinas mit vermutlich 132 Todesopfern ist eine der Blackboxen der Unglücksmaschine gefunden worden. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, ergab eine vorläufige Untersuchung, dass es sich wohl um den Sprachrekorder im Cockpit handelte. 

Die Speichereinheit war demnach beschädigt, sei aber relativ vollständig. Das Gerät wurde zur weiteren Begutachtung nach Peking geschickt. Nach der zweiten Blackbox, dem Flugschreiber, der technische Informationen und andere wichtige Daten zur Absturzursache liefern könnten, wurde weiter gesucht. 

Zudem berichteten Staatsmedien, dass zwei Tage nach dem Unglück weiterhin keine Überlebenden gefunden wurden. 

Plötzlicher Sturzflug

Das Flugzeug der Gesellschaft China Eastern war am Montag plötzlich kopfüber in einen steilen Sturzflug übergegangen und kurze Zeit später in einem hügeligen Waldgebiet in der Nähe der Stadt Wuzhou aufgeschlagen. Nach Daten der Website FlightRadar24.com konnte das Flugzeug nach einem ersten rasanten Absacken kurzzeitig wieder etwas Höhe gewinnen, stürzte dann aber weiter ab.

Laut der chinesischen Zivilluftfahrtbehörde sei mehrfach versucht worden, Kontakt zur Maschine aufzunehmen, doch habe die Crew nicht geantwortet. Rund drei Minuten nach Beginn des Sturzfluges sei das Signal der MU5735 dann verschwunden. 

Starker Regen behindert die Suche

Weil es am Mittwoch stark regnete, waren die Arbeiten in der nur schwer zugänglichen Bergregion vorübergehend unterbrochen worden. Dennoch erreichte ein Team technischer Experten den Unglücksort für Ermittlungen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Der rutschige und matschige Untergrund habe die Such- und Rettungsarbeiten allerdings behindert.

«Mit den derzeit verfügbaren Informationen ist es unmöglich, ein klares Urteil über die Unfallursache zu fällen», hatte Zhu Tao, Direktor des Büros für Flugsicherheit, am Dienstag in einer Pressekonferenz gesagt. Zunächst müsste das Untersuchungsteam Beweise sammeln und der Flugschreiber gefunden werden. An Bord der Maschine waren 123 Passagiere und 9 Crewmitglieder.

© dpa

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