Prozess gegen Johnny Depp: Amber Heard will Urteil anfechten

Sechs Wochen lang standen sich Amber Heard und Johnny Depp in einem Verleumdungsprozess gegenüber. Im Juni stellte sich die Jury weitgehend auf Depps Seite. Nun will Heard in Berufung gehen.
Eine weitere Runde Heard vs. Depp: Amber Heard will das Urteil im Prozess gegen Johnny Depp anfechten. © Evelyn Hockstein/Pool Reuters/AP/dpa

US-Schauspielerin Amber Heard (36) will gegen das Jury-Urteil im Verleumdungsprozess zwischen ihr und ihrem Ex-Mann Johnny Depp (59) in Berufung gehen. Ihr Anwaltsteam habe am Donnerstag das Gericht in Fairfax County im US-Bundesstaat Virginia darüber informiert, berichtete das Branchenblatt «Deadline.com» unter Bezug auf Gerichtsunterlagen.

Das Sprecherteam der Schauspielerin teilte dem Internetportal «TMZ.com» mit, das Gericht habe einen Fehler gemacht und damit ein «faires» Urteil verhindert. Depps Vertreter zeigten sich hingegen zuversichtlich, dass das Urteil zugunsten des «Fluch der Karibik»-Stars bestehen bleibe. Die Jury habe ein «klares und einstimmiges» Urteil gefällt, teilte ein Sprecher des Schauspielers am Donnerstag laut «Variety» mit.

Jury gibt Johnny Depp größtenteils recht

Nach einem sechswöchigen Verleumdungsprozess, in dem sich die früheren Eheleute häusliche Gewalt vorgeworfen hatten, stellte sich die Jury Anfang Juni größtenteils auf die Seite von Depp - gab aber auch Heard in einigen Punkten Recht. Wegen Verleumdung muss sie Depp über zehn Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Depp wiederum schuldet ihr nach Entscheidung der Jury zwei Millionen Dollar für Aussagen seines Ex-Anwalts, die Heards Ruf geschädigt haben sollen.

Im Kern der von Depp eingereichten Zivilklage ging es um einen 2018 von der «Washington Post» veröffentlichten Kommentar, in dem sich Heard als Opfer häuslicher Gewalt beschrieben hatte.

Vergangene Woche scheiterte Heard mit einem Antrag auf Aufhebung des Urteils wegen möglicher Verfahrensfehler. Richterin Penney Azcarate lehnte es ab, den Urteilsspruch und die damit verbundenen Schadenersatzforderungen zu verwerfen.

Heards Anwälte hatten argumentiert, dass die Identität von einem der sieben Geschworenen nicht überprüft worden sei. Demnach gehörte ein jüngerer Mann der Jury an, obwohl dessen Vater mit gleichem Namen und gleicher Adresse als potenzieller Juror angeschrieben worden war.

Azcarate befand dagegen, dass der Geschworene alle Auflagen erfüllt habe und vor Prozessbeginn von beiden Seiten bestätigt worden sei. Es gebe keine Hinweise auf Betrug oder anderweitige Rechtsverletzung, schrieb die Richterin in ihrer Begründung.

© dpa
Weitere News
Top News
Musik news
Song Contest: Der ESC findet 2023 in Glasgow oder Liverpool statt
Wohnen
Heizperiode beginnt: So heizt man sparsamer, ohne zu frieren
Fußball news
Nationalmannschaft: Flick verteilt die Hausaufgaben - Müller kennt WM-Lösung
Handy ratgeber & tests
Featured: Apple Watch SE 2 vs. Apple Watch SE: Diese Upgrades spendiert Apple
Handy ratgeber & tests
Featured: Apple Watch 8 vs. Galaxy Watch5: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Handy ratgeber & tests
Featured: AirPods Pro 2 vs. AirPods Pro: So hat Apple die In-Ear-Kopfhörer verbessert
Tv & kino
Neu im Kino: «Mutter»: Acht Mal Anke Engelke
Tv & kino
Für Kinder: «Die Schule der magischen Tiere 2» übertrifft Vorgänger
Empfehlungen der Redaktion
Panorama
US-Justiz: Amber Heard scheitert mit Antrag auf Urteils-Aufhebung
People news
Medienberichte: Amber Heard will gegen Urteil in Berufung gehen
People news
Leute: Amber Heards Anwälte beantragen Aufhebung des Urteils
Panorama
Prozess: Abschlussplädoyers beendet: Showdown im Fall Depp vs. Heard
Panorama
Urteil in Verleumdungsprozess: Heard gegen Depp: Jury entscheidet größtenteils für Depp
Panorama
Prozess: Depp contra Heard: Rosenkrieg vor Gericht nun bei der Jury
People news
US-Justiz: Erneuter Rechtsstreit: Auftaktplädoyers bei Depp und Heard
People news
Hollywood: Amber Heard: Habe keine bösen Gefühle gegen Johnny Depp