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Aus für Galeries Lafayette in Berlin

Das französische Kaufhaus Galeries Lafayette wird Deutschland verlassen. Der Betrieb der Filiale auf der Berliner Friedrichstraße wird Ende 2024 eingestellt. Zur Nachnutzung gibt es einige Ideen.
Galeries Lafayette
Nach rund 27 Jahren in Berlin steht das Aus für das Kaufhaus Galeries Lafayette Ende 2024 fest. © Hannes P. Albert/dpa

Für den einzigen deutschen Standort der französischen Kaufhauskette Galeries Lafayette ist Ende 2024 nach fast 30 Jahren Schluss. Der Mietvertrag für die Filiale in der Friedrichstraße in Berlin mit dem Immobilieneigentümer Tishman Speyer werde nicht verlängert, teilte das Kaufhaus mit.

Der Betrieb solle eingestellt werden, sobald der Mietvertrag Ende 2024 auslaufe. Die Arbeitnehmervertretung sei über den Schritt informiert worden.

Das Kaufhaus werde alles tun, um die 190 Mitarbeitenden des Geschäfts während des gesamten Prozesses bestmöglich zu unterstützen, hieß es weiter. Die Ankündigung, die Filiale zu schließen, sei «eine Folge der sich veränderten Konsumgewohnheiten in Deutschland und der erheblichen Veränderungen auf dem Einzelhandelsmarkt der Stadt», schrieb das Unternehmen in der Mitteilung.

Überraschend kommen die Pläne nicht. Dass der Mietvertrag Ende des kommenden Jahres ausläuft, ist schon lange bekannt. Galeries Lafayette hatte indes in den vergangenen Wochen immer wieder betont, derzeit mit dem Eigentümer über eine Verlängerung des Vertrags zu verhandeln. Der Eigentümer, der US-Immobilienentwickler Tishman Speyer, hatte allerdings stets betont, an einer Lösung für das Kaufhaus über 2024 hinaus nicht interessiert zu sein.

Wie geht es weiter?

Nun hat auch das Kaufhaus die Hoffnung auf eine entsprechende Einigung aufgegeben. Für eine Nachnutzung gibt es bereits fortgeschrittene Pläne: Berlins Kultursenator Joe Chialo (CDU) möchte in dem Gebäude die Zentral- und Landesbibliothek unterbringen.

Mit der Galeries Lafayette verschwindet indes für Berlinerinnen und Berliner sowie für Touristen ein zentraler Anziehungspunkt auf der Friedrichstraße. 1996 zog das Kaufhaus in das vom französischen Architekten Jean Nouvel entworfene Gebäude.

Neben Mode und Schmuck zieht es viele Besucherinnen und Besucher vor allem in den unteren Restaurant- und Gourmetbereich. Es ist eine der wenigen Niederlassungen der französischen Kette außerhalb des eigenen Landes.

© dpa
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