Volksnähe und Sicherheit: König Charles III. in Berlin

Der König kommt. Ob viele Berliner wegen des öffentlichen Empfangs am Brandenburger Tor Schlange stehen werden, weiß man nicht. Bekannt ist aber, dass Charles III. das Gespräch mit ihnen suchen will.
König Charles III. - hier während eines Besuchs in Luton - kommt zu Besuch nach Deutschland. © Chris Jackson/PA Wire/dpa

Wenige Tage vor der Ankunft des britischen Königs Charles III. und seiner Frau Camilla in Berlin bereitet die Polizei umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und Verkehrssperrungen vor. Der dreitägige Besuch von Mittwoch bis Freitag mit vielen Stationen in Berlin und Brandenburg und einer Weiterfahrt nach Hamburg erfordert eine anspruchsvolle Logistik. Die besondere Herausforderung ist dabei, die Wünsche des Königs nach direktem Kontakt mit Berlinern und Brandenburgern und die Sicherheit unter einen Hut zu bringen.

Der wichtigste Termin mit direktem Kontakt zur Öffentlichkeit steht am Anfang des Besuchs am Mittwochnachmittag. Charles III. und seine Frau Camilla werden vor dem Brandenburger Tor mit militärischen Ehren begrüßt - zum ersten Mal geschieht das an diesem Ort und nicht wie sonst üblich vor dem Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten. Möglichst viele Menschen könnten so das Königspaar zu Gesicht bekommen, lautete die Begründung. Geplant ist eine «Begegnung mit Bürgerinnen und Bürgern».

Das Königspaar ist in einer Bentley-Luxuslimousine unterwegs. Begleitet wird es von einer Wagenkolonne aus persönlichen Mitarbeitern, Polizei, Vertretern des deutschen Staates sowie der britischen Botschaft. Am Donnerstag geht es morgens zum Bundestag und mittags nach Tegel zum Ankunftszentrum für ukrainische Flüchtlinge. Später fährt die Kolonne nach Brandenburg zu deutschen und britischen Soldaten und in ein Ökodorf.

Absage für Frankreich

Charles und Königsgemahlin Camilla sollten eigentlich heute in Frankreich eintreffen und am Mittwoch nach Deutschland weiter reisen. Wegen der teilweise gewalttätigen Proteste gegen Macrons Rentenreform und eines angekündigten Großstreiks am Dienstag wurde der Staatsbesuch aber gestern abgesagt.

Experten haben Verständnis für die Absage des Staatsbesuchs in Frankreich gezeigt. Ein geplantes Staatsbankett für den Monarchen im Schloss Versailles hätte «Anklänge» an die Französische Revolution von 1789 gehabt, wenn es trotz der heftigen Proteste gegen die Rentenreform des französischen Präsidenten Emmanuel Macron stattgefunden hätte. Das sagte der frühere britische Sicherheitsberater Peter Ricketts am Samstag dem Sender BBC Radio 4. Die französische Ex-Botschafterin in London, Sylvie Bermann, sagte, ein solches Bankett «hätte kein gutes Bild abgegeben».

© dpa
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