Kabarettist und Nobelpreisträger wählen Bundespräsidenten

14.12.2021 Die Kabarettisten Dieter Nuhr und Bernd Stelter sowie Chemie-Nobelpreisträger Benjamin List gehören zu den Persönlichkeiten, die im Februar kommenden Jahres als prominente Delegierte den neuen Bundespräsidenten mitwählen. Die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag nominierte am Dienstag den Comedian Nuhr für die Bundesversammlung zudem den Anwalt Mehmet Daimagüler. Er war im Prozess gegen den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) Vertreter der Nebenklage.

Dieter Nuhr, Kabarettist und Comedian. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die CDU-Fraktion entsendet neben Stelter und List auch den Präsidenten der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, in die Bundesversammlung. Die Grünen-Landtagsfraktion nominierte Christian Karagiannidis, den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN). Karagiannidis und Marx sind als Experten in der Corona-Pandemie einem größeren Publikum bekannt geworden.

Für den NSU-Opferanwalt Daimagüler verzichtete Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) auf einen Platz in der Bundesversammlung. 60 Jahre nach dem Anwerbeabkommen mit der Türkei und zehn Jahre nach Aufdeckung der Mordserie des NSU wolle er als stellvertretender Ministerpräsident damit «ein persönliches Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen», sagte Stamp. «Daimagüler war und ist auch öffentlich wahrnehmbare Stimme der Hinterbliebenen und gleichzeitig Aufklärer und Versöhner.»

Insgesamt darf das bevölkerungsreichste Bundesland NRW 156 Wahlfrauen und Wahlmänner in die Bundesversammlung entsenden, die am 13. Februar 2022 den neuen Bundespräsidenten oder die neue Bundespräsidentin wählt. Die Bundesversammlung besteht aus den 736 Bundestagsmitgliedern und 736 weiteren Wahlpersonen, die von den Landtagen bestimmt werden.

Die NRW-Vertreter sollen am Donnerstag vom Landtag gewählt werden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will bei der Bundesversammlung erneut für das höchste Staatsamt antreten.

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