Je rund 1000 Corona-«Spaziergänger» und Gegendemonstranten

17.01.2022 In Nordrhein-Westfalen gehen Tausende am Montagabend auf die Straße, um gegen Corona-Maßnahmen oder als Befürworter der Corona-Politik zu demonstrieren. In Köln am Heumarkt treffen die verschiedenen Lager lautstark aufeinander.

Teilnehmer einer Demonstration gegen eine Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen tragen ein Schild mit den Aufschriften "Ungeimpft, Pfusch; Geimpft, Tusch". Foto: Henning Kaiser/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In der Kölner Innenstadt sind am Montagabend je rund 1000 Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen und Teilnehmer einer Gegendemonstration unter dem Motto «Köln ist solidarisch» aufeinandergetroffen. Die unterschiedlichen Lager haben am Neumarkt «lautstark ihre Meinungen ausgetauscht», sagte ein Polizeisprecher nach 21.00 Uhr. Alles sei aber ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen, die Veranstaltungen seien wie geplant vor 21 Uhr von den jeweiligen Versammlungsleitern beendet worden.

Die Gegner der Corona-Maßnahmen hatten ihre Versammlung erneut als «Spaziergang» angekündigt und zogen vom Roncalliplatz über den Heumarkt, vorbei am Neumarkt, wieder zum Roncalliplatz.

Zahlreiche Teilnehmer hätten gegen die Maskenpflicht verstoßen, sagte der Kölner Polizeisprecher. Die Gegendemonstranten hatten zum Widerstand gegen «Schwurbelproteste und Wissenschaftsleugnung» aufgerufen. «Wir zeigen, dass Köln solidarisch ist und sich klar von rechten Verschwörungserzählungen abgrenzt», hieß es in ihrem Aufruf.

Gegenveranstaltungen zu Montags-«Spaziergängen» gab es laut Polizei auch in Duisburg und Paderborn. In Paderborn protestierten etwa 250 Menschen gegen einen Aufzug von etwa 850 Corona-Maßnahmen-Gegnern.

In Duisburg waren es bis zum frühen Abend etwa 500 Gegner der Corona-Maßnahmen und 55 Gegendemonstranten. Einige Gegner der Corona-Maßnahmen verstießen laut Polizei gegen die Maskenpflicht. Gegen sie seien Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden.

In Dortmund wuchs die Zahl der Corona-«Spaziergänger» am Abend auf rund 1400 an. Die Polizei vereinbarte daraufhin mit der Versammlungsleiterin, den Protestzug zu teilen, wie sie mitteilte. Gegen 20.45 Uhr wurde die Demo von der Versammlungsleiterin beendet.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte vergangene Woche in einem «WAZ»-Interview die zahlreichen oft unangemeldeten Proteste als «erhebliche Herausforderung» für die Polizei bezeichnet.

© dpa-infocom GmbH

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