Graffiti-Künstler verschönern NRW-Bahnhöfe

27.12.2021 Züge, Zechen, Zootiere: Professionelle Graffiti-Künstler und Streetart-Kollektive haben in den vergangenen Monaten 25 Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen mit ihrer bunten Kunst verschönert. Kundenumfragen hätten ergeben, dass sich die Reisenden in bunt, hell und freundlich gestalteten Unterführungen «deutlich wohler» fühlten, teilte die Deutsche Bahn (DB) am Montag zu dem Projekt mit, das vom Land mit 1,2 Millionen Euro finanziert wird.

Mit einer Spraydose wird Farbe an eine Wand gesprüht. Foto: Gerald Matzka/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) und der DB-Konzernbevollmächtigte Werner Lübberink verschafften sich am Bahnhof Dortmund-Hörde einen Eindruck und zogen ein positives Zwischenfazit: «Wir wollen mehr Menschen überzeugen, mit der Bahn zu fahren», sagte Brandes. «Dazu müssen unsere Bahnhöfe gute Orte sein. Deshalb haben wir mit der Deutschen Bahn dieses schöne Projekt ins Leben gerufen.»

Bunter, lebendiger und attraktiver seien die Wände an den Unterführungen durch die Bilder geworden, befand Brandes. Das Projekt soll 2022 fortgeführt werden. Jeder Bahnhof habe seine eigene Handschrift. Insgesamt waren neun Künstlergruppen am Werk, die überwiegend von Rhein und Ruhr stammen. Lübberink: «Mit attraktiven Bahnhöfen wollen wir die Menschen vom System Schiene überzeugen. Damit setzen wir einen wichtigen Baustein für die Verkehrswende.»

Oft gibt es bei den Gestaltungen einen regionalen Bezug: So treffen Bürgerinnen und Bürger am Gelsenkirchener Hauptbahnhof auf Tiger, Eisbären und Nashörner aus dem örtlichen Zoo. An der Dortmunder S-Bahn-Station Hörde erinnert der Umriss des ehemaligen Hüttenwerks Phoenix-West an die Stahlära im Ruhrgebiet. An einigen Bahnhöfen sind Züge und Symbole aus der Welt der Eisenbahn zu sehen. Und in Büttgen (Kreis Neuss) prangt unter anderem das Konterfei des ehemaligen Handball-Nationalspielers und Weltmeisters Florian Kehrmann, der bei der HG Kaarst-Büttgen seine ersten Bälle warf.

Die Kunstwerke sollen auch einen gewissen Schutz vor Vandalismus bieten, hoffen die Initiatoren. Denn erfahrungsgemäß respektierten Sprayer die Arbeit der Künstler und beschmierten sie nicht.

Die Mittel von rund 1,2 Millionen Euro stammen aus dem «Sonderprogramm kommunale Verkehrsinfrastruktur ÖPNV». Mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro fördert das Land die kommunale Infrastruktur im öffentlichen Personennahverkehr.

© dpa-infocom GmbH

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