«Die zweite Pandemie-Krone»: Preisverleihung im Radio

09.12.2021 So früh wie in diesem Jahr wurden die Gewinner des WDR-Musikpreises «1Live Krone» noch nie gekürt. Statt auf der legendären Party am Abend ließen sich die Musik-Stars bereits ab 7.00 Uhr in einer Radio-Sondersendung feiern.

Der Preis «1Live Krone». Foto: Henning Kaiser/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die «1Live Krone» des Westdeutschen Rundfunks ist in diesem Jahr im Radio gefeiert worden. Aufgrund der Corona-Lage fand die 22. Preisvergabe in Köln im Studio statt. «Hier haben die Aerosole Hausverbot», erklärte Moderator Philipp Isterewic. Dafür wurden die Gewinner stündlich in der Live-Sendung empfangen. Los ging es bereits um sieben Uhr morgens: Moderator Benni Bauerdick begrüßte den Rapper Marteria als «den ersten und frühesten Krone-Gewinner, den es je gegeben hat».

Der gebürtige Rostocker wurde in diesem Jahr als «Bester Künstler» ausgezeichnet. Für Marteria sei diese Auszeichnung «sowas wie die Königs-Krone, die doppelte Krone» - und es ist auch nicht die Erste: Passend zu seinem im Oktober erschienenen fünften Album «5. Dimension» kann sich Marteria nun über die fünfte Krone freuen. Um «Wahlkampf» für die Krone zu betreiben, hatte er im Vorfeld andere nominierte Musiker auf Instagram imitiert: «Ich finde es schön, wenn man sich einfach was einfallen lässt», sagte er am Donnerstag.

In der gleichen Kategorie verteidigte die Singer-Songwriterin LEA in diesem Jahr ihren Titel als «Beste Künstlerin»: Bereits 2020 jubelte sie über die Auszeichnung. «Dass man das überhaupt einmal im Leben erleben darf, ist schon krass - aber zweimal in Folge? Oh mein Gott, es ist wirklich unfassbar», staunte die 29-Jährige in der Radio-Show. Die ersten Glückwünsche für ihre «zweite Pandemie-Krone» erhielt die Musikerin von Moderatorin Carolin Kebekus, die live in der Radiosendung zugeschaltet wurde.

Luna erhielt die Krone für den «Besten Newcomer Act» - mit nur 19 Jahren. Bekanntheit erreichte die Sängerin über die Video-Plattform Tiktok. Damit folgt Luna auf die Indie-Pop-Band Provinz, die den Newcomer-Preis im letzten Jahr abgestaubt hatte. In diesem Jahr erhielten die vier Bandmitglieder aus Schwaben die Auszeichnung zur «Besten Band». In ihrer Dankesrede wurden sie von Moderatorin Larissa Rieß aufgefordert, Schwäbisch zu sprechen - lehnten jedoch ab. Dieser Herausforderung nahm sich liebend gerne ein anderer Preisträger an: Comedian Tedros «Teddy» Teclebrhan bekam in diesem Jahr den «Comedy-Preis». Er bedankte sich mit den Worten: «Meine Damen und Herrn, vielen Dank für den Preis - isch gut gelaufen!»

Der 38-Jährige hatte am Donnerstagmorgen verschlafen. Als er seine Krone lässig einige Minuten zu spät abholte, stockte der Comedian plötzlich in seiner Dankesrede: «Ich bin ein bisschen überrumpelt, weil ich nicht gedacht habe, dass mich das so glücklich macht.»

Unerwartet emotional wurde es auch bei der Preisverleihung des «Besten Hip Hop Act»: «Ich bin gerührt, muss ich ehrlich sagen», sagte Gewinner Kontra K. «Das ist ein Voting-Preis, wo sich die Fans für ihren Künstler einsetzen. Und das beweist ja dann auch, wie wichtig das ist», erklärte der Berliner. Im Mai veröffentlichte er sein neues Album «Aus dem Licht in den Schatten zurück».

Allen Gewinnern wurden emotionale Botschaften der Fans vorgespielt. Auch Freunde und Familie riefen während der Radiosendung an - zum Beispiel die Eltern von Nico Santos: Er wurde in diesem Jahr für die «Beste Single» ausgezeichnet. «Ach, Mama, Papa», sagte der Bremer Musiker sichtlich gerührt. «Ich liebe euch ganz, ganz doll.» Als er von der Krone für den Song «Would I Lie To You» erfahren habe, sei er ausgerastet vor Freude.

Trotz der frühen Uhrzeit verbreiteten die Moderatoren und Moderatorinnen Partylaune. Gleich am Morgen riefen sie ihre Zuhörer und Zuhörerinnen zum «Outfit-Check» auf und suchten nach der «glamourösesten Jogginghose». Moderatorin Larissa Rieß sagte am Nachmittag: «Ich seh aus wie ne Diskokugel in meinem Kleid und Philipp, als ob er gleich zum Wiener Opernball geht.» Felix Jaehn hatte modisch andere Pläne: Der Gewinner des «Besten Dance Act» zog sich erstmal die Schuhe im Radiostudio aus. «Das hat mir jetzt nochmal kurz geholfen, noch entspannter zu werden», erklärte der Hamburger.

Die Musiker hoffen darauf, im nächsten Jahr wieder vor Publikum aufzutreten - und den Gewinn gebührend nachzufeiern. Wegen der Corona-Lage sei die Radio-Verleihung jedoch ein guter Ersatz gewesen. «Es ist eigentlich auch komplett egal, die Krone bedeutet ja trotzdem das Gleiche - ob wir jetzt danach noch ne fette Party feiern oder nicht», sagte LEA.

© dpa-infocom GmbH

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