Bei 38 Mitarbeitern einer Firma in NRW Verdacht auf Omikron

16.12.2021 Die Omikron-Variante des Coronavirus bereitet große Sorgen. Im Münsterland gibt es bei 38 Mitarbeitern eines Caravanherstellers Verdachtsfälle. Das Unternehmen reagiert umgehend.

Ein medizinischer Mitarbeiter führt einen Corona-Schnelltest durch. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Beim Caravanhersteller LMC im Münsterland besteht bei 38 Mitarbeitern ein Verdacht auf eine Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus. Das teilte das Unternehmen in Sassenberg im Kreis Warendorf am Donnerstag mit. Man könne zunächst noch keine Angaben machen, ob es sich um Verdachtsfälle oder sogar um bestätigte Fälle handele, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Es war am Abend noch unklar, ob die sogenannte Gesamtgenomsequenzierung erfolgt war. Erst damit lässt sich Omikron zweifelsfrei nachweisen.

Bei insgesamt 90 Mitarbeitern war das Coronavirus nachgewiesen worden. Es seien ausschließlich milde Krankheitsverläufe bekannt. Die Omikron-Verdachtsfälle betreffen alle den Kreis Warendorf. Hier wohnen 71 der positiv-getesteten Beschäftigten. Die 19 anderen Infizierten wohnen laut Firmensprecherin verteilt auf andere Kreise. Hier habe man noch keine Hinweise mit Blick auf die Omikron-Frage.

Nachdem am Montag im Bürgertestzentrum auf dem Werksgelände einige Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne geschickt worden seien, habe man alle Kollegen testen lassen, betonte die Sprecherin. Am Dienstag sei bereits ein «geordnetes Runterfahren» des Betriebs eingeleitet worden. Alle Produktionsbeschäftigten wurden vorzeitig in die Betriebsferien geschickt.

Auch alle Kontaktpersonen der 90 infizierten Mitarbeiter befinden sich nach LMC-Angaben in häuslicher Quarantäne. Die Impfquote im Unternehmen sei sehr hoch, die Hygienemaßnahmen streng und umfangreich, hieß es.

In NRW sind Nachweise einer Infektion mit der Omikron-Variante recht selten. Der erste Fall der neuen Variante war in Nordrhein-Westfalen erst Anfang Dezember in Düsseldorf im Labor mittels Gesamtgenomsequenzierung belegt worden. Das Gesundheitsministerium hatte betont, die Ausbreitung der Variante «sehr aufmerksam» zu beobachten.

International breitet sich mit Omikron eine Corona-Variante aus, vor der selbst Geimpfte und Genesene keinen optimalen Schutz haben. Mit einer Auffrischimpfung können Antikörperspiegel zum Schutz vor Ansteckung zwar wieder angehoben werden, er ist nach bisherigen Erkenntnissen aber nicht perfekt. Es sind bereits mehrere Omikron-Fälle bei dreifach Geimpften bekannt.

© dpa-infocom GmbH

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