AfD-Landeschef will für NRW-Vorsitz nicht mehr kandidieren

24.01.2022 Auf dem Landesparteitag der AfD in Nordrhein-Westfalen am übernächsten Wochenende will der bisherige Landeschef Rüdiger Lucassen nicht mehr für den Vorsitz kandidieren. In einem am Montag verschickten Schreiben an die Mitglieder des Landesverbandes, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, schreibt der Bundestagsabgeordnete: «Nach reiflicher Überlegung habe ich die Entscheidung getroffen, nicht erneut als Ihr Landessprecher zu kandidieren.» Stattdessen wolle er den Weg für die nachfolgende Generation ebnen.

Rüdiger Lucassen, Landesvorsitzende der AfD in Nordrhein-Westfalen. Foto: David Young/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er habe «große Hochachtung» vor dieser Entscheidung Lucassens, einen Generationenwechsel im Landesvorstand einzuläuten, sagte Kay Gottschalk, Bundestagsabgeordneter und ebenfalls Mitglied des NRW-Landesverbandes. Er persönlich halte Martin Vincentz für einen guten möglichen Nachfolger an der Spitze des Landesverbandes. Der Mediziner und NRW-Landtagsabgeordnete sei vielen Mitgliedern durch seine fundierten Äußerungen zur Corona-Politik bekannt.

«Mit meinen frei werdenden Ressourcen werde ich mich verstärkt meiner politischen Arbeit in Berlin widmen», fügte Lucassen in seinem Schreiben an die Mitglieder hinzu. Ob der Verteidigungspolitiker damit seine Aufgaben im Bundestag meint oder womöglich Ambitionen mit Blick auf die in diesem Jahr ebenfalls anstehende Neuwahl des Bundesvorstandes, geht aus dem Schreiben nicht hervor. Lucassen schrieb lediglich, er fühle sich darin bestätigt, «dass das Konzept der Einzelspitze aufgegangen ist». Diesen Weg sollte die AfD sowohl im Bund als auch in der Bundestagsfraktion verfolgen. Die AfD sei aus den Kinderschuhen heraus und sollte Zuständigkeiten deshalb «nicht ängstlich verteilen».

Die Bundestagsfraktion leiten aktuell Tino Chrupalla und Alice Weidel. An der Spitze der Bundespartei stehen Chrupalla und Jörg Meuthen. Meuthen, der sich in den vergangenen Jahren als Gegenspieler der Rechtsaußen-Strömung in der Partei positioniert hatte, will nicht mehr antreten. Die Neuwahl der Parteispitze war ursprünglich für den vergangenen Dezember vorgesehen. Aufgrund der Corona-Beschränkungen wurde jedoch entschieden, den geplanten Parteitag in Wiesbaden auf 2022 zu verschieben.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

2. bundesliga

Relegation: Kaiserslautern wieder in 2. Liga: Team und Betze feiern

Musik news

Altrocker: «Geiles Konzert. Danke Schwerin!» - Udo Lindenberg auf Tour

Musik news

Rockband: Rocker Steven Tyler auf Entzug - Aerosmith sagt Konzerte ab

Musik news

«Udopium»-Tour: Erstes Lindenberg-Konzert nach drei Jahren

Internet news & surftipps

Snapchat: Snap-Aktie fällt um 40 Prozent nach Geschäftswarnung

Auto news

Automobilwirtschaft: Brennstoffzellen treiben neue Transporter an

Das beste netz deutschlands

Featured: Giga AR Fitness App: Dein Workout mit Augmented Reality

Handy ratgeber & tests

Featured: Smarte Vatertag-Gadgets: Von der Bluetooth-Kühlbox bis zur Flugdrohne

Empfehlungen der Redaktion

Regional nordrhein westfalen

Landtagsabgeordneter Vincentz will AfD NRW anführen

Regional hessen

AfD-Parteitag wird wegen Corona-Lage auf 2022 verschoben

Inland

Parteien: Streit in AfD-Spitze über Russland-Kurs

Inland

Russische Invasion: AfD-Chef Chrupalla: «Ich bin kein Putin-Versteher»

Inland

Parteispende: Max Otte: 20.000-Euro-Spende an AfD-Kreisverband Görlitz

Inland

Parteien: Aus dem Landtag geflogen - Streit in AfD bricht wieder auf

Inland

Gerichtsverfahren: AfD droht Geheimdienstbeobachtung 

Inland

AfD-Nominierung: CDU-Spitze will Max Otte aus der Partei ausschließen