Weihnachtsmärkte in Bremen und Hannover mit Corona-Auflagen

18.11.2021 Was bedeutet 3G auf dem Weihnachtsmarkt? Es ist das leidige Trio geimpft, genesen oder getestet wie überall in Corona-Zeiten. Damit geht es dann zu Glocken, Glühwein und Geschenken.

Eine Weihnachtsmann an einer Laterne steht als Dekoration auf einem Weihnachtsmarkt. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In den Altstädten werden bunte Buden aufgebaut: In Hannover und Bremen sollen am kommenden Montag (22.11.) die traditionellen Weihnachtsmärkte beginnen. Vergangenes Jahr war das Wintervergnügen mit Kerzen, Kunsthandwerk, Leckereien und Glühwein der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Wo die Märkte in diesem Jahr stattfinden, sind sie mit Einschränkungen verbunden. An manchen Orten im Norden erzwingt das Virus ein zweites Mal eine Absage: So stoppte Goslar im Harz die Vorbereitungen und sagte am Donnerstag seinen Weihnachtsmarkt ab.

In der Landeshauptstadt Hannover soll Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) den Weihnachtsmarkt unter dem Motto «Lasst uns froh und draußen sein» eröffnen. Die Veranstalter setzen darauf, dass der Markt ein schönes Erlebnis wird. «Trotz corona-bedingter Veränderungen wird es wieder eine große Angebotsvielfalt für den Besuch des Weihnachtsmarktes geben», sagte der stellvertretende Wirtschaftsdezernent Lars Baumann am Donnerstag.

Einen 18 Meter hohen Weihnachtsbaum soll es geben, ein finnisches sowie ein historisches Dorf mit Gauklern. Es werden nur 165 Stände sein, nicht knapp 200 wie im Jahr 2019 vor Corona. Die Organisatoren trennen auch stärker zwischen Flanierbereichen, in denen jeder bummeln darf, und Verweilzonen mit Beköstigung oder Ausschank: Dort gilt eine 2G-Regel, Geimpfte oder Genesene müssen ihren Status nachweisen und bekommen als Beleg ein Armbändchen. Der Weihnachtsmarkt soll jeweils um 20.00 Uhr schließen. Eine halbe Stunde vorher werde ein Nachtwächter den Feierabend einläuten.

In Bremen war der Weihnachtsmarkt im Vertrauen auf die hohe Impfquote fast ohne Beschränkungen geplant gewesen, doch am Mittwochabend zog der Senat die Notbremse. «Die Pandemieentwicklung insgesamt macht weitere Auflagen für die Durchführung des Weihnachtsmarktes und des Schlachtezaubers erforderlich», sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linkspartei).

Es herrsche Maskenpflicht, und an einigen Standorten werden Armbändchen für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) ausgegeben. Nur mit ihnen dürfen Fahrgeschäfte betreten und Glühwein getrunken werden. Wie in Hannover gibt es auch in der Bremer Innenstadt um das Rathaus weniger Stände als sonst und sie verteilen sich über eine größere Fläche.

Auch in anderen Städten der Region gibt es Regeln. Falls eine höhere Warnstufe erreicht wird, sollen auf dem Weihnachtsmarkt in Bremerhaven die Besucher kontrolliert werden und ein Festivalbändchen bekommen. Auf dem Lambertimarkt in Oldenburg darf jeder bummeln, doch in Fahrgeschäften oder beim Ausschank gilt 3G.

Für den Emder Engelkemarkt verschärfte die Stadt am Donnerstag die Regeln. Statt 3G soll auf einem abgeschlossenen Gelände nun 2G gelten. Dies biete den Besuchern «nochmals eine deutliche erhöhte Sicherheit», sagte Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos).

In Cloppenburg sagten die Veranstalter den Weihnachtsmarkt ganz ab, weil ihnen die behördlichen Auflagen nicht erfüllbar schienen. Bedauern gab es auch in Goslar. «Mit der Entscheidung, die uns unglaublich schwergefallen ist, reagieren wir auch auf die Sorgen der Akteure des Weihnachtsmarktes», sagte Marina Vetter, Geschäftsführerin der Goslar Marketing GmbH.

© dpa-infocom GmbH

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