Vier Omikron-Infektionen in Niedersachsen bestätigt

10.12.2021 Noch ist unsicher, wie groß der Rückschlag durch Omikron in der Pandemiebekämpfung sein wird. Vielerorts wird daher genau auf Verdachtsfälle und Bestätigungen geschaut. Nun gibt es einen Fall, der erstmals nicht auf die Rückkehr von einer Reise zurückgehen soll.

Eine Krankenschwester steckt während einer Corona-Testung ein Teststäbchen in die Flüssigkeit eines Schnelltests. Foto: Jens Kalaene/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Wie das Landesgesundheitsamt (NLGA) am Freitag in Hannover mitteilte, gibt es derzeit vier bestätigte Fälle. Demnach sind durch Sequenzierung zwei Fälle im Landkreis Wolfenbüttel bestätigt und jeweils ein Fall in der Region Hannover und dem Landkreis Rotenburg-Wümme. Die beiden Fälle im Landkreis Wolfenbüttel waren bereits Ende vergangener Woche und Anfang dieser Woche durch Sequenzierungen des Landesgesundheitsamtes offiziell bestätigt worden. Beide Fälle gingen auf Reiserückkehrer aus Südafrika zurück - ebenso wie der nun bestätigte Fall aus der Region Hannover.

Anders ist es bei der am Freitag bestätigten Infektion aus dem Landkreis Rotenburg: Es sei nicht bekannt, wo sich die Person genau angesteckt habe, teilte die Kreisverwaltung mit. Es könne jedoch ausgeschlossen werden, dass die Omikron-Variante wie bei bisherigen Fällen etwa durch die Rückkehr von einer Reise in den Landkreis getragen wurde. «Der Fall zeigt, dass sich die Omikron-Variante allmählich - so wie die Delta-Variante seinerzeit auch - in der Bevölkerung verbreitet», teilte eine Landkreissprecherin mit.

Darüber hinaus gibt es laut Landesgesundheitsamt zwei Verdachtsfälle mit der Omikron-Variante im Landkreis Celle. Das Ergebnis der Sequenzierung, was die Verdachtsfälle bestätigen könnte, werde in circa zehn Tagen vorliegen, teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Beide Personen haben demnach milde Symptome. Das NLGA teilte mit, es sei wahrscheinlich, dass auch in diesen Fällen die Omikron-Variante vorliegt. Entsprechende PCR-Tests seien in beiden Fällen bereits positiv ausgefallen und deuteten auf die Variante.

Ein zweiter Omikron-Verdachtsfall aus der Region Hannover, für den das Ergebnis der Sequenzierung ebenfalls am Freitag erwartet worden war, stellte sich laut Landesgesundheitsamt als negativ heraus.

Ähnlich wie bei vorherigen Varianten des Coronavirus stellt sich die Frage nach der Ausbreitung von Omikron. «Bereits bei der Alpha- und Delta-Variante wurde deutlich, dass sich ansteckendere Varianten des Virus auch über Ländergrenzen hinweg durchsetzen», sagte NLGA-Präsident Fabian Feil. Sollte sich bestätigen, dass die Omikron-Linie deutlich infektiöser ist als die Delta-Variante, geht er davon aus, dass sie sich auch in Niedersachsen durchsetzen wird.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Variante B.1.1.529 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest. Mittlerweile sind in vielen Ländern Omikron-Fälle aufgetaucht.

Nach jüngsten Angaben der WHO ist die Variante in mindestens 57 Ländern nachgewiesen worden. Die Zahl der Omikron-Infektionen steige in Südafrika stark, aber es sei zu früh zu sagen, ob sich das Virus in anderen Weltregionen ähnlich ausbreite, hieß es am Mittwoch.

© dpa-infocom GmbH

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