Umbau bei Blohm+Voss kostet 133 Arbeitsplätze

23.11.2021 Jeder Besucher im Hamburger Hafen staunt über die großen Docks von Blohm+Voss. Doch die Werft soll schrumpfen, um bestehen zu können. Nun konkretisiert die Mutter Lürssen, wie viele Jobs gestrichen werden.

Das Dock 10 von Blohm+Voss im Hamburger Hafen. Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die geplanten Einschnitte bei der Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss werden 133 Arbeitsplätze kosten. Entsprechende Informationen der Hamburger IG Metall bestätigte ein Sprecher der Bremer Lürssen-Werft am Dienstag. «Anfang Dezember ist seitens der Arbeitgeberseite eine weitere Belegschaftsversammlung geplant, in deren Rahmen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitere Umsetzungsschritte vorgestellt werden.»

Über Details des Stellenabbaus sowie weiterer Kostensenkungsmaßnahmen seien Betriebsrat, IG Metall und Führungskräfte am Freitag informiert worden, teilte der Sprecher weiter mit. «Abgestimmt mit der Arbeitnehmervertretung wurden diese Informationen am Montag dieser Woche auch über die Führungskräfte an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommuniziert.» Die IG Metall kündigte für Mittwoch (14.45 Uhr) eine Protestkundgebung an der Werft an.

Die Werft mit etwa 580 Beschäftigten liegt mitten im Hamburger Hafen, gegenüber den Landungsbrücken an der Elbe. Lürssen-Geschäftsführer Peter Lürßen hatte Anfang Oktober in Bremen gesagt, der 2016 übernommene Standort sei weiter nicht wettbewerbsfähig.

Die IG Metall ist dagegen der Auffassung, dass Lürssen mit den Plänen für Blohm+Voss auf dem falschen Weg ist. Die Gruppe werde in den nächsten Jahren stark von Staatsaufträgen profitieren. «Es wäre sinnvoller, die Phase der Unterauslastung bei Blohm+Voss mit anderen Maßnahmen als Personalabbau zu überbrücken», heißt es in der Mitteilung der Gewerkschaft. Sie verweist darauf, dass die bestellten Marine-Fregatten F126 der Planung nach in Hamburg endmontiert werden sollen. «Die qualifizierten Arbeitnehmer werden absehbar in Zukunft wieder gebraucht», so die IG Metall.

Die IG Metall kritisierte zudem, es gebe bisher keine direkte Kommunikation der Geschäftsführung an die Belegschaft, sondern die Beschäftigten hätten von der neuen Entwicklung am Montag über ihre Vorgesetzten erfahren. Der Zweite Bevollmächtigte der Gewerkschaft in Hamburg, Emanuel Glass, sagte laut Mitteilung: «Dieses Vorgehen ist nicht akzeptabel und ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten, die um ihren Arbeitsplatz fürchten.»

© dpa-infocom GmbH

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