Tausende bei Montags-Demos gegen Corona-Maßnahmen

18.01.2022 In vielen Städten Niedersachsens sind am Montagabend erneut Tausende Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Es gab auch zahlreiche Gegendemonstrationen. Es blieb ganz überwiegend friedlich.

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeugs ist zu sehen. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Braunschweig schätzte die Polizei zunächst eine dreistellige Teilnehmerzahl auf jeder Seite. Aus den Reihen der Gegendemonstration wurde laut Polizei Pfefferspray eingesetzt. Dabei wurden mehrere Personen verletzt, darunter eine Polizeibeamtin.

In Gifhorn kam es am Montagabend zu Verkehrsbeeinträchtigungen durch Demonstrationen mit mehreren Hundert Teilnehmern. Auch in Goslar, Wolfsburg und Lüneburg hatte sich die Polizei auf Aktionen eingestellt. Über ihre Twitter-Accounts informierte die Polizei am Montag über die Voraussetzungen für Versammlungen sowie über die Auflagen wie Maskenpflicht und Mindestabstände.

200 Menschen gedachten bei einer angezeigten Versammlung vor dem Rathaus von Wolfsburg der Corona-Toten. Sie zündeten Kerzen auf der Rathaustreppe an, wie die Polizei weiter mitteilte. Zeitgleich hätten in der Innenstadt etwa 680 Personen an einer nicht angezeigten Versammlung teilgenommen, die wegen des Verstoßes gegen die FFP2-Maskenpflicht aufgelöst worden sei. Gegen zwei Personen seien Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt worden.

In Salzgitter nahmen unter dem Motto «Wir sind die rote Linie» etwa 130 bis 150 Personen an einem Aufzug durch die Innenstadt von Salzgitter Lebenstedt teil, wie die Polizei mitteilte. 15 Menschen versammelten sich bei einer Aktion «Mit Solidarität und Menschlichkeit durch die Krise». Alles sei ruhig verlaufen. «Es kam zu keinen polizeilich relevanten Vorfällen», so ein Polizeisprecher.

Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne) wies auf die grundsätzlichen Rechte auf Meinungsäußerungen und Versammlungsfreiheit hin. Beide zählten zu den wichtigsten Gütern. «Auch bei unterschiedlicher Meinung ist es wichtig, dass wir freundlich, friedlich und sachlich miteinander bleiben», betonte sie. Die geltenden Infektionsschutz-Auflagen seien selbstverständlich einzuhalten.

Es gebe Verunsicherung bei vielen Menschen. Dies dürfe bei den Einzelnen aber nicht dazu führen, sich instrumentalisieren zu lassen von Menschen, die die Gesellschaft spalten wollten. Es sei ein bekanntes Phänomen, dass Extremisten versuchten, Phasen größerer Unsicherheit für sich und ihre politischen Ziele auszunutzen.

In ganzen Bereich der Polizeidirektion Lüneburg waren rund 40 Demonstrationen und Gegendemonstrationen angemeldet. Die Polizeidirektion Lüneburg umfasst sechs Polizeiinspektionen und erstreckt sich flächenmäßig über die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Celle, Heidekreis, Harburg, Stade und Rotenburg.

In der Hamelner Innenstadt trafen sich bis zu 400 Personen zu einem laut Polizei nicht angezeigten Versammlungsaufzug. Diese Versammlung bewegte sich durch die Hamelner Innenstadt, um anschließend Kerzen auf dem Rathausplatz abzustellen.

In Varel trafen sich in der Innenstadt zunächst mehrere Personen, die sich beim Eintreffen von Polizeikräften zunächst in verschiedene Richtungen zerstreuten. Zur angemeldeten Versammlung mit dem Thema «Gegen Corona-Maßnahmen» erschienen zu dieser Zeit 20 Personen am Rathaus in Varel und formierten sich zu einem Aufzug. Rund 250 Menschen kamen zudem in Holzminden zusammen.

Im gesamten Landkreis Verden waren laut Polizei rund 290 Menschen in unterschiedlichen Versammlungen unterwegs. Die Menschen wendeten sich sowohl gegen die Corona-Maßnahmen als auch gegen die Kritiker der Corona-Maßnahmen. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland nahmen etwa 820 Personen an insgesamt sechs Versammlungen teil. Auch aus Celle, Delmenhorst, Aurich und anderen Städten wurden Aktionen gemeldet.

© dpa-infocom GmbH

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