Sanierung der Emder Seeschleuse verzögert sich: Start 2023

02.01.2022 Die Große Seeschleuse gilt als Lebensader des Emder Seehafens. Allerdings ist das über 100 Jahre alte Bauwerk in die Jahre gekommen. Eine notwendige Sanierung ist geplant, doch der Start der Arbeiten verzögert sich.

Emder Seeschleuse. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die geplante Sanierung der Großen Seeschleuse in Emden verzögert sich. Der ursprünglich für 2022 vorgesehene Start der Arbeiten werden nun voraussichtlich nicht vor 2023 erfolgen, teilte der Hafenbetreiber Niedersachsen Ports (NPorts) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Das Projekt ist derzeit in der Phase der Ausführungsplanung», sagte eine NPorts-Sprecherin. Diese Phase sei zeitlich aufwendiger als zunächst gedacht. «Wir gehen davon aus, dass diese Planungen im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden», teilte der Hafenbetreiber, der für die Unterhaltung und den Betrieb der Schleuse zuständig ist, mit. Danach folge die Ausschreibung und die Vergabe der Bauleistungen in einem europaweiten Verfahren.

Bei der Ausführungsplanung wird laut NPorts derzeit erarbeitet, nach welchen Plänen später gebaut werden soll. Dazu würden auch Ideen geprüft, die den späteren Bauablauf verbessern sollen, so dass im Idealfall Kosten gespart und Einschränkungen für die Hafenwirtschaft reduziert werden könnten, teilte die Sprecherin mit. Man rechne weiter mit der vorgesehenen Investitionssumme von 70 Millionen Euro. Durch die Sanierung soll der Betrieb der Großen Seeschleuse von 1913 für mindestens 35 weitere Jahre gesichert sein.

Die Große Seeschleuse gilt als Lebensader des Emder Hafens, da sie den historischen Emder Binnenhafen mit dem Außenhafen und auch der Ems verbindet. Der Emder Seehafen ist der drittgrößte deutsche Nordseehafen, gelegen am Nordufer der Ems. Die 260 Meter lange Große Seeschleuse arbeitet rund um die Uhr. Zuletzt fanden dort nach NPorts-Angaben 2500 Schleusungen pro Jahr statt. Vor wenigen Jahren war die Taktung demnach sogar noch deutlich höher, da bis 2018 die zweite, kleinere seeseitige Schleuse in Emden, die Nesserlander Schleuse, für eine Sanierung gesperrt war. Bis dahin gab es an der Großen Seeschleuse rund 6900 Schleusungen pro Jahr.

Um den Zugang zum Emder Binnenhafen weiter zu gewährleisten, soll die Instandhaltung weitgehend im laufenden Betrieb erfolgen. Für die Hafenwirtschaft werde es allerdings Sperrzeiten geben, in denen notwendige Arbeiten ausgeführt werden, teilte die NPorts-Sprecherin mit. Diese Zeiten sollten auf ein Minium reduziert werden. Zudem werde die Hafenwirtschaft dazu frühzeitig eingebunden, hieß es.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Tv & kino

Festival-Eröffnung: Selenskyj und ein Zombiefilm in Cannes

Gesundheit

Oft wohl mehr als Zufall: Warum manche Menschen kein Corona hatten

1. bundesliga

Zehn Köpfe: Auf wen bauen Hertha und der HSV in der Relegation?

People news

Britische Royals: Charles und Camilla zapfen Bier in Kanada

Auto news

Neues Innenleben: BMW frischt zum Sommer den 3er auf

Tv & kino

Featured: Yellowstone mit Kevin Costner: Alle Infos zum Start von Staffel 4 in Deutschland

Handy ratgeber & tests

Featured: Xperia 1 IV vs. Xperia 1 III: Das unterscheidet die Sony-Smartphones

Internet news & surftipps

Streaming: Spotify-Strategin: Haben noch riesiges Wachstumspotenzial

Empfehlungen der Redaktion

Reise

Sanierung abgeschlossen: Marode Emder Eisenbahnklappbrücke öffnet Ende Mai wieder

Regional niedersachsen & bremen

Bahnverkehr: Marode Emder Eisenbahnklappbrücke: Ende Mai wieder öffnen

Regional niedersachsen & bremen

FDP will weitere Eisenbahnbrücke im Emder Binnenhafen

Regional niedersachsen & bremen

Neuer Katamaran erreicht Emden per Schiff

Regional niedersachsen & bremen

Polizei ermittelt Verdächtigen nach Sabotage von Feuerschiff

Regional niedersachsen & bremen

Emder VW-Werk schließt vorerst wegen Halbleiter-Mangels

Regional niedersachsen & bremen

Abbruch der alten Friesenbrücke über die Ems beginnt

Regional niedersachsen & bremen

VW-Betriebsratschef kritisiert Job-Verlust für Zeitarbeiter