Meyer-Heder verzichtet auf Spitzenkandidatur in Bremen 2023

28.01.2022 Die CDU ist im kleinsten Bundesland stärkste Fraktion, doch die SPD regiert. Und der Mann hinter dem Aufschwung unternimmt keinen zweiten Versuch. So muss die Partei wieder auf Personalsuche gehen.

Carsten Meyer-Heder (CDU) schaut in die Kamera. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Beinahe-Sieger der Bremen-Wahl 2019, Carsten Meyer-Heder, tritt bei der nächsten Landtagswahl 2023 nicht wieder als CDU-Spitzenkandidat an. Er wolle aber CDU-Landeschef bleiben und sich bei einem Parteitag im kommenden Mai zur Wiederwahl stellen. Das teilte Meyer-Heder (60) nach Parteiangaben bei einer Vorstandssitzung mit. Noch vor der Sommerpause werde er der Partei einen Vorschlag für die Spitzenkandidatur machen. Im kleinsten Bundesland soll der Landtag, die Bremische Bürgerschaft, im Mai 2023 neu gewählt werden.

Der Software-Unternehmer, der als Quereinsteiger in die Politik kam, begründete den Verzicht mit seinen beruflichen Anforderungen. «Die Entwicklung meiner Unternehmen fordert mich als Geschäftsführer erheblich stärker, als ich es 2019 nach der Bürgerschaftswahl erwartet hätte», sagte er nach Parteiangaben vom Freitag.

Mit Meyer-Heder hatte die CDU 2019 erstmals die Sozialdemokraten überflügelt und war mit 26,7 Prozent der Stimmen stärkste Fraktion geworden. Allerdings landete die CDU letztlich wieder in der Opposition, weil die SPD die erste rot-grün-rote Koalition im kleinsten Bundesland formierte. Den Wahlverlierer Carsten Sieling ersetzte die SPD dabei durch Andreas Bovenschulte als Bürgermeister.

Meyer-Heder wies im Gespräch mit dem «Weser-Kurier» die Vermutung zurück, er rechne sich gegen Bovenschulte schlechtere Chancen aus als zuletzt gegen Sieling. 2023 werde Bremen immer noch «das Bundesland mit den schlechtesten Werten bei Bildung, Kinderarmut, Hartz-IV-Bezug» sein, sagte er.

Als mögliche Kandidaten würden in der Partei Landesvize Jens Eckhoff, Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff oder der frühere Handelskammer-Präses Christoph Weiss genannt, berichtete die Zeitung. Auch Fraktionschef Heiko Strohmann sei eine Option. Als profiliert gilt auch der Ex-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp, der aber vergangenes Jahr in den Bundestag gewechselt ist.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Fußball news

Elfmeter-Krimi: Europa-League-Sieg: Eintracht krönt sich in Sevilla

Tv & kino

Schauspieler: Warum Tom Cruise gerne seine eigenen Filmstunts macht

Musik news

Sängerin: Taylor Swift bekommt Ehrendoktorwürde

Musik news

Hollywood-Komponist: Hans Zimmer: Habe mein Deutschland in Los Angeles

Gesundheit

Oft wohl mehr als Zufall: Warum manche Menschen kein Corona hatten

Internet news & surftipps

Computer: Microsoft verspricht Cloud-Diensten faireren Wettbewerb

Auto news

Dashcam für Radler: Garmin bringt Rad-Kamera mit Radar und Rücklicht

Internet news & surftipps

Softwarekonzern: SAP: Suche für den Vorsitz im Aufsichtsrat geht weiter

Empfehlungen der Redaktion

Regional niedersachsen & bremen

Parteien: Frank Imhoff soll Bremer CDU in den Wahlkampf führen

Regional niedersachsen & bremen

CDU schreibt Klimaschutzprogramm für Bremen

Regional niedersachsen & bremen

CDU Bremen schärft klimapolitisches Profil

Regional niedersachsen & bremen

Parteitag : Bremer SPD will 2023 wieder stärkste Kraft werden

Regional niedersachsen & bremen

Kliniken füllen sich weiter mit Covid-19-Kranken

Regional niedersachsen & bremen

Covid-19: Bürgermeister Bovenschulte wirbt für allgemeine Impfpflicht

Regional niedersachsen & bremen

Umweltsenatorin bedauert Aufhebung des Atomtransportverbots

Regional niedersachsen & bremen

Landespolitik: Wahl: FDP peilt mit Landeschef zweistelliges Ergebnis an