Martinsumzug mit Pferd: Weniger Umzüge wegen der Pandemie

11.11.2021 Geselliges Beisammensein mit vielen Menschen, gemeinsames Essen und Trinken - wegen der Pandemie ist das derzeit nicht so unbeschwert möglich wie früher. Das hat auch Auswirkungen auf die Martinsumzüge.

Laternen stehen während eines Martinsumzug auf dem Boden. Foto: picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Pferd, schnatternde Gänse, Fackeln und Laternen sollen den Martinsumzug am Donnerstagabend in Göttingen zu einem besonderen Erlebnis machen. Zu der Veranstaltung haben drei evangelisch-lutherische Gemeinden und eine katholische Gemeinde eingeladen. Auch in anderen Städten wie in Hannover, Wolfsburg, Bad Fallingbostel und Bremen organisierten Kirchengemeinden Martinsumzüge. Wegen der Corona-Pandemie gibt es in diesem Jahr allerdings deutlich weniger dieser Veranstaltungen als früher.

«Das hat sicher damit zu tun, dass auch für Martinsumzüge entsprechende Hygienemaßnahmen notwendig sind, die einen beträchtlichen organisatorischen Aufwand zur Folge haben und die nicht jede Kirchengemeinde oder Kindertagesstätte leisten kann», erklärte der Sprecher der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Benjamin Simon-Hinkelmann. Dies gelte vor allem für das gemeinsame Essen und Beisammensein im Rahmen der Umzüge. Volker Bauerfeld von der Bischöflichen Pressestelle Hildesheim sagte: «Wenn Martinsumzüge gefeiert werden, muss klar sein, dass die entsprechenden Gesundheitsschutzmaßnahmen getroffen werden.» Ihm zufolge verzichten manche Gemeinden im Bistum Hildesheim wegen der Pandemie auf einen Umzug, andere veranstalten ihn in kleinerem Rahmen als früher.

Jährlich am Martinstag am 11. November feiern Christinnen und Christen den Heiligen St. Martin als Schutzpatron der Armen. Der Legende nach teilte Martin von Tours als junger Soldat am Stadttor von Amiens in Nordfrankreich seinen Mantel mit einem frierenden Bettler. In der folgenden Nacht erschien ihm Jesus, bekleidet mit seinem halben Mantel. Die barmherzige Tat, die sich im vierten Jahrhundert zugetragen haben soll, wurde als Sinnbild der Nächstenliebe populär. Traditionell wird der Martinstag jährlich mit Bräuchen wie dem Martinsgans-Essen, dem Martinsritt und mit Laternenumzügen von Kindern begangen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

2. bundesliga

Deutscher Fußball-Bund: Impfpass-Skandal: DFB sperrt Trainer Anfang bis Juni

Internet news & surftipps

Urteil: EU-Gericht erklärt Milliardenstrafe gegen Intel für nichtig

Internet news & surftipps

Elektronik: USB-C: Einheitliche Ladebuchsen in Handys rücken näher

Gesundheit

Belastungsgrenze kennen: Mit Long Covid im Beruf langsam starten

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Marktforscher: Apples iPhone Nummer eins in China

Auto news

CO2-Emissionen: Mit dem E-Auto und der THG-Quote Geld verdienen

Tv & kino

Film: Berlinale beruft weitere Jurymitglieder

People news

Schauspieler: Hardy Krüger Jr.: «Papa, Du warst ein echter Glückspilz»

Empfehlungen der Redaktion

Regional rheinland pfalz & saarland

Martinsumzüge sind wieder möglich

Regional niedersachsen & bremen

Gottesdienste zu Weihnachten: Abstand und weniger Besucher

Regional nordrhein westfalen

Erste Martinsumzüge in NRW: «Unser Sankt Martin ist geimpft»

Regional niedersachsen & bremen

Katholische und protestantische Gemeinden rücken zusammen

Regional niedersachsen & bremen

Mieten für Studentenwohnungen in Hochschulstädten steigen

Regional baden württemberg

Städte halten trotz Corona-Lage an Weihnachtsmärkten fest