Landvolk-Präsident: Landwirte warten auf die Bundespolitik

23.12.2021 Das abgelaufene Jahr war hart für die Landwirte - sie hoffen nun, dass die neue Bundesregierung nun schnell versprochene Reformen in Angriff nimmt.

Holger Hennies, Landwirt und Präsident des Landesbauernverbandes Niedersachsen. Foto: Elena Zelle/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Landwirte in Niedersachsen erwarten für das neue Jahr schnelle Entscheidungen von der neuen Bundesregierung. In den vergangenen Jahren seien seitens der Politik wichtige Weichenstellungen im Bereich Tierwohl und Tierschutz versäumt worden. «Das rächt sich jetzt», sagte der Präsident des Landvolks Niedersachsen, Holger Hennies, der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei gehe es um baurechtliche Bestimmungen für den Umbau der Ställe, die Deklaration von nach höheren Standards produziertem Fleisch oder die Finanzierung höherer Tierwohlstandards. «Die Kollegen sehen nicht, wo sie da hinsollen, sie sehen keine Perspektive. Das ist das Hauptproblem», sagte Hennies.

Konzepte lägen schon für viele Bereiche seit längerer Zeit in den Schubladen, nicht nur beim Tier-, sondern auch für den Klimaschutz, sagte Hennies. Die Politik müsse nun liefern. So gebe es das Papier der sogenannten Borchert-Kommission zu einer Reform der Tierhaltung. Die Vorschläge bezögen sich zwar nicht auf alle Bereiche, wohl aber auf die Schweinehaltung und die Milchwirtschaft. Auch für den Klimaschutz habe die Zukunftskommission Landwirtschaft gemeinsam mit Umweltverbänden Konzepte erarbeitet. «Jetzt muss die Bundesregierung auch sagen, wie sie es umsetzen will, was es kostet und wer es bezahlt», sagte Hennies.

Um die Klimaziele zu erreichen, brauche die Gesellschaft die Land- und Forstwirtschaft, betonte Hennies. «Das geht nach jetzigem Stand nur über Pflanzen, Wälder, Böden, Baustoffe - alles, was eine dauerhafte CO2-Speicherung ermöglicht.» Es würden Flächen für nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien benötigt. Er sei daher überzeugt, dass die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft zu- und nicht abnehme.

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