Landesbeschäftigte demonstrieren für mehr Geld

09.11.2021 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Straßenmeistereien, Forstverwaltungen und anderen Behörden sind in Niedersachsen auf die Straße gegangen. Sie hoffen im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes auf ein Angebot der Länder.

Ein Transparent bei einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi. Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben in Niedersachsen zahlreiche Landesbedienstete vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt. Unter anderem folgten Beschäftigte der Technischen Universität (TU) Braunschweig, der Straßenmeistereien und des Staatstheaters Braunschweig am Dienstag einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi.

Eine Kundgebung vor dem Staatstheater besuchten etwa 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie Verdi-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller in Braunschweig sagte. Mit dabei war auch eine Delegation der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit Beschäftigten der Forstverwaltungen und des Nationalparks Harz. Verdi hatte darüber hinaus zu einer Demonstration in Lüneburg aufgerufen - hier beteiligten sich unter anderem Beschäftigte aus dem Katasteramt und dem Amt regionaler Landentwicklung aus den Landkreisen Lüneburg und Uelzen.

Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder war die zweite Verhandlungsrunde ohne Einigung geblieben. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit mehr als eine Million Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen sogar 300 Euro mehr. Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), vertreten durch den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), wies die Forderungen als unrealistisch zurück.

An diesem Mittwoch (10. November) ist ein bundesweiter Jugendaktionstag geplant. Nachwuchskräfte im öffentlichen Dienst der Länder wollen auf ihre Forderungen und Erwartungen aufmerksam machen, hieß es von Verdi. Wertmüller zufolge werden sich unter anderem Auszubildende von Unikliniken beteiligen. Zudem hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen zu Warnstreiks mit regionalen Aktionen aufgerufen. Beteiligen werden sich am Mittwoch laut GEW unter anderem Schulbeschäftigte in Braunschweig, Göttingen, Hameln, Hannover, Oldenburg, Osnabrück sowie Wolfsburg.

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