«Jäh ausgebremst»: Braunschweig stoppt Meppener Siegesserie

05.12.2021 Das Spitzenspiel der 3. Liga war eine unerwartet deutliche Angelegenheit: Überraschungsteam Meppen war in Braunschweig chancenlos.

Rico Schmitt, Cheftrainer beim SV Meppen. Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rico Schmitt war bedient. «Jetzt sind wir jäh ausgebremst worden», sagte der Trainer des SV Meppen nach der 0:5 (0:2)-Niederlage im Spitzenspiel bei Eintracht Braunschweig. Fünf Spiele in Serie hatte sein Team zuvor gewonnen. Am Samstag wurde das Überraschungsteam der 3. Fußball-Liga auch in der Tabelle wieder von dem deutlich ambitionierteren niedersächsischen Rivalen überholt.

Vor 5575 Zuschauern trafen Bryan Henning (8.), Jomaine Consbruch (25.), Niko Kijewski (55.), Lion Lauberbach (70.) und Enrique Pena Zauner (77.) für die in jeder Hinsicht klar überlegene Eintracht. «Braunschweig hat unsere Fehler brutal ausgenutzt, was ja zuletzt auch unsere Stärke war. Aber wir haben es einfach nicht geschafft, unsere Leistung der letzten Wochen abzurufen», sagte Schmitt.

Anders als die Meppener stehen die Eintracht und auch der Mitabsteiger VfL Osnabrück in dieser ausgeglichenen 3. Liga in jeder Woche unter dem Druck, den Anschluss an die beiden Aufstiegsplätze nicht zu verlieren. Insofern war die Braunschweiger Reaktion auf die Niederlage bei Spitzenreiter 1. FC Magdeburg mit den beiden Siegen gegen Würzburg (2:0) und Meppen (5:0) überzeugend.

«Das war heute ein reifer Auftritt meiner Mannschaft. Es war viel Gier zu sehen», lobte Trainer Michael Schiele. Top-Stürmer Lauberbach mahnte aber auch: «Wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Nach Weihnachten kann man ein Zwischenfazit ziehen, bis dahin wollen wir uns eine gute Ausgangslage schaffen.» Die beiden letzten Gegner dieses Jahres sind Viktoria Köln und der Aufstiegskandidat 1. FC Kaiserslautern mit dem ehemaligen Eintracht-Trainer Marco Antwerpen.

Die Meppener haben noch zwei Heimspiele gegen Viktoria Berlin und den Halleschen FC. «Ich dabei: Wir spielen eine hervorragende Runde. Wir werden auch heute unsere Lehren daraus ziehen», sagte Schmitt.

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