Geflügelwirtschaft hofft auf Impfstoff gegen Geflügelpest

11.11.2021 Die Geflügelwirtschaft hofft auf Impfstoff gegen die hochansteckende Geflügelpest. Derweil gibt zwei weitere Betriebe, in denen die Krankheit ausbricht.

Rund 4000 Hähnchen leben zusammen in einem modernen Hühnerstall. Foto: Ingo Wagner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Um die hochansteckende Geflügelpest einzudämmen, setzt der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft auf die zügige Entwicklung eines Impfstoffs. «Die Branche hat sich kaum von den Auswirkungen des letzten Seuchenzugs erholt. Wir brauchen so schnell wie möglich einen Marker-Impfstoff, um da rauszukommen», sagte Verbandspräsident Friedrich-Otto Ripke der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstag).

Sogenannte Marker-Impfstoffe ermöglichen die Unterscheidung von geimpften und infizierten Tieren. Wann entsprechende Impfstoffe einsatzfähig sind, sei noch nicht klar. «Wir können nur hoffen, dass es in wenigen Jahren so weit ist.» Ripke forderte, die Forschung zu intensivieren und dafür Fördermittel bereit zu stellen.

In den vergangenen Tagen waren immer wieder Nachweise der Geflügelpest gemeldet worden. Am Mittwoch wurde erstmals in diesem Herbst in Niedersachsen ein Erreger der Infektionskrankheit in einem Nutztierbestand nachgewiesen. Betroffen war eine Entenhaltung mit rund 39.000 Tieren in der Stadt Friesoythe im Kreis Cloppenburg. Am Donnerstag kam dann die Nachricht, dass ein Putenbetrieb mit 9700 Tieren in Friesoythe betroffen ist - 1200 Meter vom Ausbruch in der Entenhaltung entfernt. Im Landkreis Nienburg ist ebenfalls eine Putenhaltung in Hoya betroffen, im Bestand befinden sich 9900 Tiere. Weitere Fälle gab es zuletzt unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Der zurückliegende Seuchenzug der Geflügelpest grassierte bundesweit. Nach Angaben von Ripke waren im Winter 2020 und Frühjahr 2021 in ganz Deutschland 150 Betriebe betroffen. Den Schaden bezifferte der Verbandspräsident zuletzt auf 30 Millionen Euro. Die Seuche steht im Zusammenhang mit dem Vogelzug und tritt vor allem im Winterhalbjahr auf. Ripke sagte der Zeitung, es zeichne sich jedoch immer mehr ab, dass die Vogelgrippe endemisch werde und in der heimischen Wildvogelpopulation zirkuliere. «Damit wird die Vogelgrippe zu einem ganzjährigen Problem. Umso dringlicher ist der Impfstoff.»

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Bundesliga: Hertha am Scheideweg: Magath hackt und Bobic warnt

Familie

Von Rollenbildern und Vielfalt: Väter beim ersten Kind immer älter

Tv & kino

Featured: Stranger Things 4 Vol. 1 in der featured-Serienkritik: Mit frischem Elan und Horrorplus

Tv & kino

Filmfestival: Kristen Stewart mit «Crimes of the Future» in Cannes

Tv & kino

Featured: 9-1-1: Lone Star Staffel 4: Wann und wo läuft die neue Season in Deutschland?

Internet news & surftipps

Internet: Vier Jahre DSGVO: Monster oder Datenschutzvorbild?

Auto news

Tipp vom ADAC: Cabrio auf der Autobahn: Das Verdeck bleibt besser zu

Handy ratgeber & tests

Featured: iPad, iPad Air oder iPad Pro ausschalten: Diese Optionen hast Du

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Agrarwirtschaft: Teurer Diesel, teures Futter: Landwirte in der Zwickmühle

Regional baden württemberg

Vogelgrippe breitet sich im Karlsruher Zoo weiter aus

Regional niedersachsen & bremen

Wieder Geflügelpest bei Nutztieren in Niedersachsen

Regional niedersachsen & bremen

Geflügelpest-Ausbruch in Putenbetrieb bei Cloppenburg

Regional baden württemberg

Karlsruher Zoo bleibt wegen Vogelgrippe geschlossen

Regional baden württemberg

Vogelgrippe breitet sich im Südwesten aus

Regional baden württemberg

Weitere Vogelgrippe-Fälle im Karlsruher Zoo bestätigt

Wirtschaft

Ukraine-Krieg: Geflügelhalter warnen vor Knappheit beim Bio-Futter