Deutlich mehr Asylanträge aus Syrien und Afghanistan

25.12.2021 Der Syrien-Konflikt sorgt für unvorstellbares Leid und Elend. Doch Syrien ist nur ein Land von vielen, in dem Menschen keine Zukunft mehr für sich sehen. In Afghanistan hat sich die Lage im Sommer ebenfalls zugespitzt. Die Menschen fliehen - auch nach Niedersachsen.

Flüchtlinge gehen in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen am Standort Grenzdurchgangslager Friedland an Unterkünften vorbei. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Zahl der Asylanträge in Niedersachsen ist in diesem Jahr erheblich gestiegen. Bis Ende November registrierten die Behörden 15.800 Anträge von Geflüchteten. Das waren rund 56 Prozent mehr als im selben Zeitraum im ersten Corona-Jahr 2020 (rund 10.100 Anträge) und 18 Prozent mehr als 2019 (13.376).

«Die Zugänge nach Niedersachsen sind in den letzten Monaten durchaus spürbar gestiegen», sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Entsprechend hätten auch die Verteilungen auf die Kommunen erhöht werden müssen. Allerdings lägen die Zahlen weiterhin weit unter denen aus den Jahren 2015 und 2016.

Im Vergleichsjahr 2020 wirkte sich auch die Zeit des Corona-Lockdowns auf die Entwicklung aus. So wies die Statistik zum Höhepunkt der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr 2020 im Mai mit 413 die niedrigste Zahl von Asylanträgen seit über fünf Jahren aus. Im Mai 2021 waren es 690. Im November dieses Jahres lag die Zahl bei 2088. Auf die Zugangssituation zumindest in den niedersächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen habe die Situation an der polnisch-belarussischen Grenze bisher keine erheblichen Auswirkungen, so Pistorius.

Syrien war ebenso wie in der Vorjahren das Land, aus dem die meisten Asylbewerber kamen. Von Januar bis Ende Oktober wurden mit 5195 Asylerstanträgen aus Syrien bereits mehr als im gesamten Vorjahr (4099) registriert. Deutlich mehr Menschen suchten auch aus Afghanistan Schutz: Die Zahl der Asylerstanträge von afghanischen Staatsbürgern stieg von 808 im Vorjahr bereits bis Ende Oktober auf 1044. Auf Platz zwei lag wie 2020 der Irak mit einer fast gleichbleibenden Zahl von 1690 (2020: 1688).

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