2G-plus-Regel gilt in weiten Teilen Niedersachsens

01.12.2021 Die Corona-Lage verschlechterte sich zuletzt auch in Niedersachsen. Erneut kommen nun verschärfte Regeln im Alltag. Betroffen sind etliche Bereiche.

Ein Schild mit der Aufschrift "Bei uns gilt 2G - Bitte Perso und Impfausweis zeigen". Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-Infektion genesen, wird von Mittwoch an vielerorts für zahlreiche Aktivitäten in Niedersachsen nicht mehr ausreichen. Für viele Bereiche des öffentlichen Lebens ist zusätzlich ein negativer Test notwendig. Das gilt laut Landesregierung etwa für Innenbereiche in Restaurants, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen im Innenraum, Hotels oder körpernahe Dienstleistungen, also etwa Friseure oder Kosmetikstudios. Die Regel gilt auch für private Treffen, sofern mehr als 15 Menschen drinnen zusammenkommen.

Ähnlich wie bei 2G (also nur vollständig geimpft oder genesen), werden somit nicht geimpfte Menschen in vielen Bereichen keinen Zutritt bekommen. In wenigen Landkreisen im Bundesland ist 2G plus aufgrund der Corona-Infektionslage noch nicht erreicht. Dies muss allerdings nicht zwingend heißen, dass diese Regionen nicht auch schärfere Maßnahmen verhängen.

Das negative Ergebnis bei einem Corona-Schnelltest darf maximal 24 Stunden alt sein, bei einem als zuverlässiger geltenden PCR-Test maximal 48 Stunden. PCR-Tests müssen jedoch vielfach selbst bezahlt werden. Einen Test zu Hause selbst machen und mitbringen, reicht nicht aus.

Die Corona-Schnelltests sind kostenlos. Laut Gesundheitsministerium gibt es bundesweit keine Begrenzung auf die Anzahl der Tests. Menschen können sich bei Bedarf also jeden Tag testen lassen.

Nach der greifenden Corona-Warnstufe 2 könnte es nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Daniela Behrens möglicherweise bald auch zur zusätzlich verschärften Warnstufe 3 kommen. Wann genau dies geschehen würde, sei derzeit angesichts der Infektionsdynamik aber schwer zu sagen, erklärte die SPD-Politikerin am Dienstag.

In der Warnstufe 3 sollen laut Behrens Veranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen im Außenbereich sowie 2500 Menschen im Innenbereich untersagt werden. Dann halte es die Landesregierung ebenfalls für geboten, Weihnachtsmärkte nicht mehr zuzulassen. «Diskotheken und Bars würden wir in der Warnstufe 3 schließen», sagte Behrens. Kontaktbeschränkungen für nicht geimpfte Menschen sollen dann ebenfalls folgen.

© dpa-infocom GmbH

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