Unfälle: Drei Tote und drei Schwerverletzte in kurzer Zeit

01.10.2021 Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern mahnt Kraftfahrer, aufmerksam zu fahren. Bei Dunkelheit gab es innerhalb kurzer Zeit drei schwere Unfälle, weil Fahrer wohl zu schnell waren. Drei Männer starben.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei schweren Unfällen sind innerhalb von 24 Stunden in Mecklenburg-Vorpommern drei Menschen getötet und drei Autoinsassen schwer verletzt worden. Die Unfälle ereigneten sich im Umland von Rostock und nahe Leezen bei Schwerin, wie Polizeisprecher am Freitag erklärten. In allen drei Fällen müssen Sachverständige noch die genauen Unfallumstände klären.

Zuletzt starb ein junger Autofahrer in der Nacht zu Freitag, als sich sein Auto bei einem missglückten Überholmanöver nahe Klein Bentwisch mehrfach überschlug. Der Fahrer wurde herausgeschleudert und starb trotz schneller Hilfe noch am Unfallort an den schweren Verletzungen. In dem Autowrack wurden zwei 21 und 22 Jahre alte Männer aus dem Landkreis Rostock schwer verletzt.

Das Auto war vermutlich zu schnell unterwegs. Der 19-Jährige hatte einen Lastwagen überholt und beim Wiedereinscheren die Kontrolle verloren. Die Bundesstraße war etwa vier Stunden gesperrt.

Erst wenige Stunden vorher waren ein Auto und ein Sattelzug-Lastwagen auf der Autobahn 20 bei Dummerstorf kollidiert. Das Auto geriet unter den Lastwagen. Dabei starb der 44-jährige Beifahrer im Auto, der 40-jährige Fahrer wurde ebenfalls verletzt. Beide kamen aus Nordwestmecklenburg. Die Autobahn 20 war in Richtung Westen ebenfalls vier Stunden gesperrt.

In der Nacht zu Donnerstag war auf einer Kreisstraße bei Leezen nahe Schwerin ein Motorradfahrer ums Leben gekommen, nachdem er mit einem Transporter zusammengestoßen war. Hier wird wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Fahrer des Transporters ermittelt, der nach dem Unfall geflohen sein soll. Der 37-jährige Motorradfahrer aus dem Kreis Nordwestmecklenburg wurde erst später durch eine zufällig vorbeikommende Polizeistreife entdeckt, die ihm nicht mehr helfen konnte.

Erst nach dem Fund habe sich der mutmaßliche Unfallfahrer des Transporters telefonisch bei der Polizei gemeldet. Ermittlungen ergaben, dass der 31 Jahre alte Mann immer noch mehr als vier Promille Atemalkohol aufwies und gar keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.

Am Freitag startete die Polizei außerdem ihre monatliche landesweite thematische Verkehrskontrolle: Das Thema sei diesmal «Sicherheit durch Sichtbarkeit», wobei besonders das Licht der Fahrzeuge kontrolliert wird.

© dpa-infocom GmbH

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