Sieben-Tage-Inzidenz im Nordosten klettert auf über 1000

27.01.2022 Die Omikron-Variante des Coronavirus lässt seit Tagen in Mecklenburg-Vorpommern die Zahlen in der Pandemie nach oben schießen. Und ein Ende ist nicht Sicht, wie die jüngsten Daten zeigen.

Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung für die Analyse vorbereitet. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat am Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern noch einmal einen großen Sprung gemacht und liegt nun bei 1011,6. Das sind 57,0 Punkte mehr als am Mittwoch, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus/Stand: 16.36 Uhr) mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch 662 betragen. Am Donnerstag wurden 3090 neue Corona-Infektionsfälle registriert, vor einer Woche waren es 2122. Für ganz Deutschland zählte das Robert Koch-Institut (RKI) 1017,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche.

Nachdem am Mittwoch drei Tage lang die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen bei einem Wert oberhalb von 6 lag, gilt von Freitag an die Corona-Ampelstufe Orange. In Landkreisen und kreisfreien Städten, die in der Warnstufe Rot sind, gelten allerdings auch weiterhin die Regeln und Maßnahmen dieser höheren Warnstufe, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Am Donnerstag trat auch die neue Corona-Landesverordnung in Kraft. Wesentliche Änderungen betreffen die Kultureinrichtungen: Theater, Museen, Gedenkstätten, Kinos, Ausstellungen oder soziokulturelle Zentren können demnach ab sofort auch in der Ampelstufe Rot ihren Kulturbetrieb aufrechterhalten.

Wie der Landkreis Vorpommern-Rügen am Donnerstag mitteilte, soll die einrichtungsbezogene Impfpflicht umgesetzt werden. «Wir müssen uns jetzt sehr intensiv vorbereiten und hoffen auf landes- oder bestenfalls bundeseinheitliche Regelungen und Verfahrensweisen, die uns die Möglichkeit geben, diese Aufgabe umzusetzen», sagten Landrat Stefan Kerth (SPD) und der Chef des Gesundheitsamts, Jörg Heusler.

Noch sei das Personal des Gesundheitsamtes so aufgestellt, dass die pandemiebedingten Aufgaben noch erfüllt werden könnten. Allerdings seien für die Durchsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht nicht genügend Kapazitäten vorhanden. Deshalb müssten Land und Bund entsprechende Verfahrensregelungen schaffen. Es werde davon ausgegangen, dass 10 bis 20 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen noch ungeimpft sind. «Die Möglichkeit bis zum 15. März einen vollständigen Impfschutz zu erhalten, besteht weiterhin», hieß es.

In den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns stieg die Zahl der Patienten um 3 auf 249. Auch auf den Intensivstationen wurde mit 65 eine leichte Zunahme um 2 Corona-Patienten registriert. Dagegen sank die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen um 0,7 auf 5,9. Zwei Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus, so dass die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie auf 1631 stieg.

© dpa-infocom GmbH

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