Prozess gegen Mutter der getöteten Leonie: Eheres Urteil

14.12.2021 Fast drei Jahre nach dem Tod der kleinen Leonie soll die Mutter ihr Urteil erhalten. Der Frau wird fahrlässige Tötung durch Unterlassen vorgeworfen. Ihren Ex-Lebensgefährten wird sie im Gericht nicht mehr treffen.

Das Justizzentrum Neubrandenburg mit Landgericht. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Prozess gegen die Mutter der getöteten Leonie aus Torgelow (Vorpommern-Greifswald) soll das Urteil bereits am 21. Dezember fallen. Die Verkündung werde öffentlich sein, wie Richterin Tanja Krüske am Dienstag am Amtsgericht Neubrandenburg ankündigte. Zuvor hatte die Kammer die persönlichen Verhältnisse der 27-jährigen Angeklagten erörtert und die Beweisaufnahme bereits abgeschlossen. Damit werden keine Zeugen in dem Verfahren angehört. Der Mutter der sechsjährigen Leonie wird fahrlässige Tötung durch Unterlassen vorgeworfen. Bisher sollte der Prozess Anfang 2022 abgeschlossen werden (Az. 332 Ls 1658/21).

Leonie war am 12. Januar 2019 tot in der Wohnung der fünfköpfigen Familie in Torgelow gefunden worden. Der Lebensgefährte der Mutter und damit Stiefvater hatte Leonie nach Auffassung des Landgerichts Neubrandenburg brutal misshandelt und dann verhindert, rechtzeitig Rettungskräfte zu rufen, damit die Misshandlungen nicht bekannt werden. Er erhielt eine lebenslange Haftstrafe. In dem Verfahren war die Mutter die Hauptzeugin der Anklage.

Sie hatte angegeben, zu der Zeit an dem Tag eingekauft zu haben. Danach hatte sie sich um das gemeinsame Baby mit dem Stiefvater und um den damals zwei Jahre alten Bruder Leonies gekümmert. Das Gericht wollte in dem Prozess gegen die Mutter nun klären, warum sie die Verletzungen bei Leonie nicht eher bemerkt und Hilfe geholt hatte.

Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der 27-jährigen Angeklagten und ihrer minderjährigen Kinder lief der Prozess am Amtsgericht bisher fast ausschließlich hinter verschlossenen Türen. Auch die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Verteidigerin und der Nebenklage sollen nicht öffentlich gehalten werden, wie Krüske ankündigte.

Am Dienstag hatte die Kammer zudem eine rechtsmedizinische Gutachterin zu den Verletzungen des Mädchens und zur Frage, ob die Mutter diese schweren Verletzungen hätte eher bemerken und Hilfe holen können, gehört. Danach äußerte sich eine forensisch-psychiatrische Gutachterin zur Rolle und Schuldfähigkeit der Angeklagten im damaligen Geschehen.

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