Omikron ist in den Krankenhäusern von MV angekommen

29.01.2022 Während die Auslastung mit Corona-Patienten in den Kliniken in MV derzeit geringer ausfällt als etwa Ende des vergangenen Jahres, steigt der Omikron-Anteil bei den Patienten.

Im Intensiv- und Überwachungsbereich im Klinikum Südstadt wird eine Patientin medizinisch versorgt. Foto: Danny Gohlke/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Omikron-Variante des Coronavirus dominiert mittlerweile bei den Corona-Einweisungen in den Krankenhäusern des Nordostens. An der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) und an der Universitätsmedizin Rostock (UMR) entfielen nach eigenen Angaben zuletzt etwa 90 Prozent der Proben auf die ansteckendere Variante.

Bei über 80 beziehungsweise über 70 Prozent habe der Anteil zuletzt am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg und am Klinikum Südstadt Rostock gelegen. Nachdem die Tendenz stetig gestiegen sei, werde am Südstadtklinikum derzeit nur noch in bestimmten Fällen und stichprobenartig auf Varianten untersucht. «Wir nehmen an, dass inzwischen fast alle Proben bei uns im Klinikum Omikron-Varianten sind», erklärte Melanie Jäckel, Pandemiebeauftragte und Leitende Krankenhaushygienikerin.

In Neubrandenburg wurde die Variantenanalyse vor etwa einer Woche wegen fehlender Kapazitäten vorübergehend eingestellt. Die Proben stammten hier auch von außerhalb, etwa von niedergelassenen Ärzten und anderen Einrichtungen. Bis gut zwei Wochen zuvor war in Neubrandenburg nur bei einem Patienten Omikron nachgewiesen worden. Die Helios Kliniken Schwerin konnten keine genauen Angaben machen. Man teste nur stichprobenartig, hieß es.

Nach wie vor ist die Personalsituation an den Häusern nach eigenen Angaben angespannt. Grund dafür seien etwa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die selbst infiziert beziehungsweise in Quarantäne seien oder etwa coronabedingt Kinder betreuen müssten.

Auf Anfrage kam zumindest vom Rostocker Südtstadtklinikum verhaltene Kritik an der Hospitalisierungsinzidenz als Leitkriterium für die Corona-Maßnahmen. «Der Omikron-Welle wird der Hospitalisierungsindex nicht gerecht. Hier würde ich die Inzidenz als Hauptindikator bevorzugen», erklärte Jäckel.

Die Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der binnen einer Woche neu in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner - bewegte sich im Nordosten zuletzt um den Wert von sechs. Ende des vergangenen Jahres hatte er streckenweise deutlich höher gelegen. Die Zahl der Neuinfektionen erreichte zuletzt hingegen Rekord-Werte. Die Sieben-Tage-Inzidenz knackte im Nordosten zuletzt die 1000er Marke.

© dpa-infocom GmbH

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