MV-Schutzfonds: Großteil der Wirtschaftshilfen verplant

29.01.2022 Der Hilfsfonds ist für die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie gedacht. Etliche Mittel daraus sind bereits bewilligt und ausgezahlt. Industrie und Handel sind dennoch optimistisch, dass das Geld reicht. In einigen Branchen könnte die Pandemie jedoch länger nachwirken.

Rauch steigt aus Schornsteinen von holzverarbeitenden Industriebetrieben auf. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Mecklenburg-Vorpommern rechnen damit, dass der 2,8 Milliarden Euro schwere MV-Schutzfonds ausreichen wird, die Pandemie-Folgen zu bewältigen. Da der Bund seine Hilfsprogramme verlängert habe und die Landesregierung durch den Schutzfonds lediglich Lücken fülle, sei man zuversichtlich, teilte Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwerin, stellvertretend für alle IHK des Landes mit.

Laut dem Finanzministerium wurden von den - in beiden Fördertöpfen - für die Wirtschaft insgesamt reservierten rund 537 Millionen Euro etwa 438,5 Millionen Euro bewilligt und 327 Millionen ausgezahlt. Um den zusätzlich durch die Pandemie bedingten Bedarf von Unternehmen abzudecken, stehen also noch rund 100 Millionen Euro zur Verfügung.

In einigen Sektoren rechnet Eisenach jedoch mit einer langwierigen Erholung. Da sich in den vergangenen zwei Jahren der Trend zum Online-Einkauf verstärkt habe, rechne der Handel beispielsweise mit dauerhaften Umsatzeinbußen, so der IHK-Geschäftsführer. Neben dem alle Branchen betreffenden Problem des Fachkräftebedarfs nannte er zudem in der Industrie Lieferkettenprobleme und Preisanstiege bei Energie und Rohstoffen sowie Vorprodukten, die bis zu einer Normalisierung der globalen Wirtschaft nachwirken werden.

Auch die Handwerkskammern im Nordosten machen sich in einigen Bereichen Sorgen, obwohl die Betriebe eigenen Angaben zufolge bisher relativ stabil durch die Pandemie gekommen sind. Sinkende Kundennachfrage, Preissteigerungen und Lieferengpässe sowie die hohe Inflation belasten einige Unternehmen demnach immer stärker. «Es ist zu befürchten, dass sich durch fehlende Liquidität die bereits stark angegriffene Eigenkapitalsituation vieler Betriebe weiter verschärft. Vor allem im Kfz-und Nahrungsmittelhandwerk ist die wirtschaftliche Entwicklung ins Stocken geraten», sagte Jens-Uwe Hopf, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern im Land.

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