Mecklenburg-Vorpommern führt 2G ab Warnstufe «Orange» ein

12.11.2021 2G kommt in Mecklenburg-Vorpommern. Wo und wann, das hängt von der Situation vor Ort ab.

"Geimpft Genesen!" steht in einem Schaukasten an einer Bar. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mecklenburg-Vorpommern führt die 2G-Regel für Städte und Landkreise ein, die auf der landeseigenen Corona-Warnampel die Stufe «Orange» erreichen. Dies ist die dritte von vier Warnstufen. Bisher sind alle Regionen in der zweiten Stufe «Gelb». Allerdings soll ab Samstag der Leitwert - die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen - verschärft werden.

Bisher ist eine Region im grünen Bereich, solange die Zahl der mit Covid in Kliniken eingelieferten Patienten je 100.000 Einwohner in sieben Tagen den Wert von 8,0 nicht überschreitet. Künftig soll diese Grenze bei 5,0 liegen. Übersteigt der Wert 7,0, ist die betreffende Region in Stufe «Orange», bei über 11,0 gilt «Rot».

Nach den Corona-Zahlen vom Donnerstag wäre die Hansestadt Rostock im Bereich von «Orange». Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen betrug 7,2 und lag damit über dem Grenzwert von 7,0. Am Freitag sank dieser Wert wieder auf 6,2, dafür wies Schwerin 7,3 auf. Die 2G-Regel soll greifen, wenn eine Region drei Tage hintereinander orange ist.

2G bedeutet, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu bestimmten Freizeitstätten bekommen. Dazu gehören laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Innenbereiche von Restaurants, Theatern, Kinos, Museen oder auch Schwimmbäder und Fitness-Center. Mitarbeiter in 2G-Bereichen, die nicht geimpft sind, müssten dann täglich einen Corona-Test machen. Veranstaltungen dürfen bei Stufe «Orange» nur noch mit maximal 1250 Teilnehmern stattfinden, erklärte Schwesig. Für Zuschauer beim Profi-Sport gelte dann ebenso 2G wie für Sportler und Zuschauer im Amateursport.

Ausgenommen von 2G sind nach den Worten der Ministerpräsidentin Kinder unter zwölf Jahren - für sie gibt es bisher keine Impfung. 12- bis unter 18-Jährige sind demnach bis Jahresende ausgenommen. Kinder und Jugendliche von 7 bis zur Grenze von 18 Jahren müssten aber einen tagesaktuellen Test vorlegen, ebenso Erwachsene, die sich nicht impfen lassen können.

Immer mehr Bundesländer erlassen 2G-Regeln, um die rasant steigenden Corona-Infektionszahlen und die zunehmende Belastung der Kliniken mit Covid-Patienten in den Griff zu bekommen. Politiker versprechen sich davon auch eine höhere Impfbereitschaft.

Die ersten Reaktionen im politischen Schwerin waren unterschiedlich. Die FDP im Landtag forderte, Corona-Tests wieder flächendeckend und kostenfrei anzubieten. «Sollten die Tests dauerhaft kostenpflichtig sein, bürdet das entweder den Unternehmen oder den Beschäftigten unverschuldet Kosten auf und schadet langfristig den Einstellungschancen von Ungeimpften», erklärte die FDP-Abgeordnete Sabine Enseleit. Die Grünen forderten, die Impfkapazitäten schnell wieder hochzufahren und die Impfzentren im ganzen Land umgehend wiederzueröffnen. Die AfD sprach sich gegen 2G aus. Die 2G-Regelung führe zur Ausgrenzung Ungeimpfter und bedeute für sie einen Quasi-Lockdown.

© dpa-infocom GmbH

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