Inzidenz steigt: Kinder und Jugendliche sehr betroffen

21.01.2022 Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist in der aktuellen Omikron-Welle weiter gestiegen - und liegt den vierten Tag in Folge über 2000. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 737,7, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 430,6 gelegen, die Zahl der Neuinfektionen liegt mit 2424 mehr als doppelt so hoch wie vor sieben Tagen.

Ein Arzt hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch in den Krankenhäusern nimmt die Zahl der Patienten langsam wieder zu: Am letzten Tag der Arbeitswoche wurden den Angaben zufolge 257 Patienten stationär mit Covid-19 behandelt, 10 mehr als am Vortag, aber noch 6 weniger als vor einer Woche.

Auf den Intensivstationen stagniert die Zahl der Covid-Patienten seit Donnerstag bei 76. Vor einer Woche wurden 83 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Bei den Todesfällen kamen am Freitag vier hinzu, so dass die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 1607 stieg.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner - lag nach wie vor bei 5,9. Sie liegt damit weiterhin unter dem Schwellenwert von sechs, weshalb für das Land insgesamt Warnstufe Gelb gilt.

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung liegt die Inzidenz in der Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen deutlich höher, bei einer sehr geringen Zahl an Krankenhauseinweisungen. Laut dem Lagus-Bericht für Minderjährige lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe von 0 bis 17 Jahre am Freitag landesweit bei 1660, in einigen Landkreisen liegt der Wert jedoch bereits über der Marke von 2000 Fällen pro 100.000 Kinder und Jugendliche innerhalb einer Woche. Bisher wurden im Jahr 2022 aber nur 13 Minderjährige wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingewiesen.

Laut Robert Koch-Institut haben bis Freitag 73,2 Prozent der Menschen im Nordosten mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Den vollständigen Grundschutz haben 71,8 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung haben demnach 47,3 Prozent erhalten.

© dpa-infocom GmbH

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