Geflügelpest: Über 50.000 Tiere verendet oder getötet

29.01.2022 Bislang zeichnet sich im Nordosten ein geringerer Schaden durch die Geflügelpest als bei dem vorhergehenden Seuchenzug ab. Entwarnung gibt das zuständige Ministerium gleichwohl nicht.

Ein Schild mit der Aufschrift «Geflügelpest Sperrbezirk» hängt bei Greifswald. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dem aktuellen Seuchenzug der Geflügelpest sind in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Schweriner Landwirtschaftsministeriums bislang etwa 51.000 Tiere im Bereich Geflügel und gehaltene Vögel zum Opfer gefallen - weil sie verendet sind oder getötet werden mussten. Bei Wildvögeln sei unklar, wie viele Tiere tatsächlich an der Geflügelpest verendet seien, teilte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

«Mit Blick auf die reinen Zahlen ist der aktuelle Seuchenzug in MV bisher nicht so schwer verlaufen wie im letzten Seuchenzug», erklärte eine Sprecherin. Dies sei aber nur als Zwischenstand zu betrachten, denn das Geschehen sei noch in vollem Gange. «Bis mindestens Ende März muss mit weiteren Ausbrüchen gerechnet werden.»

Seit Oktober seien zehn Ausbrüche bei Geflügel beziehungsweise in Haltungen amtlich festgestellt worden. Bei Wildvögeln wurden demnach 64 Fälle nachgewiesen. Aus dem laufenden Geschehen lägen bei der Tierseuchenkasse des Landes für sieben Fälle Anträge auf Entschädigung vor. Aktuell sei mit Entschädigungsleistungen in Höhe von etwa 800.000 Euro zu rechnen. Auch das sei nur ein Zwischenstand.

Im Zusammenhang mit dem Seuchenzug von Ende Oktober 2020 bis Mai 2021 - dem bislang schwersten im Nordosten - waren laut Ministerium etwa 350.000 Tiere verendet und getötet worden. Damals wurden den Angaben zufolge 26 Ausbrüche in Haltungen amtlich festgestellt. Die Entschädigungskosten beliefen sich demnach auf etwa 5,7 Millionen Euro.

Es gebe Hinweise, dass das hochpathogene Vogelgrippe-Virus H5 das ganze Jahr über durchgängig im Land war. Damit zeige sich eine neue Qualität, hieß es unter Verweis auf eine entsprechende Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts. Das Risiko einer Ausbreitung und Übertragung des Geflügelpestvirus von Wildvögeln auf gehaltene Vögel werde weiterhin als hoch eingestuft.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Bundesliga: «Vamos a la playa»: Hertha BSC feiert, doch Bobic muss ran

People news

Reality-Star: Kourtney Kardashian Barker - Namensänderung auf Instagram

Internet news & surftipps

Foto-App: Snap sieht Quartalsziele in Gefahr - Aktie stürzt ab

Tv & kino

Action-Film: «Mission: Impossible 7»-Trailer mit waghalsigen Stunts

Gesundheit

CovPass-App: Was tun, wenn der digitale Impfnachweis abläuft?

Tv & kino

Glamour & Protest : Das Filmfestival Cannes in Kriegszeiten

Internet news & surftipps

Cambridge Analytica: US-Staatsanwalt klagt gegen Facebook-Gründer Zuckerberg

Internet news & surftipps

Netzkriminalität: Faeser: Anpassung der Jagd nach Sexualstraftätern

Empfehlungen der Redaktion

Regional niedersachsen & bremen

Ministerium stellt Krisenfall bei Geflügelpest fest

Regional berlin & brandenburg

Neuer Vogelgrippeausbruch in Brandenburg

Regional hamburg & schleswig holstein

Kreis Dithmarschen: Geflügelpest in Gänsehaltung

Regional niedersachsen & bremen

Wieder Geflügelpest bei Nutztieren in Niedersachsen

Panorama

Agrarwirtschaft: Institut: Stärkste Geflügelpestepidemie überhaupt in Europa

Regional hamburg & schleswig holstein

Dritter Fall von Geflügelpest bei Hausgeflügel im Norden

Regional hamburg & schleswig holstein

Land will einheitliche Maßnahmen gegen Vogelgrippe erlassen

Regional bayern

Geflügelpest bei Schwänen nachgewiesen