Azubiticket: Regierung und Opposition uneinig zu Bilanz

26.01.2022 Während sich die Landesregierung über den guten Start des Azubitickets freut, zeigt sich die CDU enttäuscht. Die ehemalige Regierungspartei sieht Bedarf für Verbesserungen.

Fahrgäste stehen in einem Bus. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das digitale Nahverkehrsticket für Auszubildende sorgt nach einem Jahr für geteilte Bewertungen in der Landespolitik. «Das digitale AzubiTicket MV ist bereits im ersten Jahr sehr gut angenommen worden. Die Vorzüge des klimafreundlichen öffentlichen Verkehrsangebots haben zusammen mit dem finanziell attraktiven Angebot überzeugt», hieß es am Mittwoch von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Mehr als 7750 Stück des 365 Euro teuren, landesweit gültigen Tickets seien bisher verkauft worden.

Bei der CDU-Fraktion fällt die Bilanz weniger euphorisch aus: «Lediglich 23 Prozent der Berechtigten haben das Azubiticket bisher in Anspruch genommen», sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wolfgang Waldmüller. An einer Aufwertung und damit gesteigerten Attraktivität, um mehr Berechtigte vom Ticket zu überzeugen, habe die Landesregierung aber kein Interesse. Dabei hätten gerade Berufsschüler eher weite Wege zur Schule und damit hohe Kosten. Ein attraktives Ticket könnte laut Waldmüller auch helfen, den Fachkräftebedarf zu lindern.

Auch die Linkspartei sieht in der Unterstützung der Auszubildenden ein Vehikel, um dringend benötigte Fachkräfte anzulocken. Der wirtschafts- und verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster, sieht jedoch eher die Unternehmen gefordert: «Die Linksfraktion und ich persönlich appellieren weiterhin an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, ihren Azubis das Fahrgeld zu erstatten, so wie es bereits viele Unternehmen vormachen.»

Die CDU ist jedoch auch allgemein der Ansicht, dass die Auszubildenden einen zu geringen Stellenwert bei der neuen rot-roten Landesregierung einnehmen. Waldmüller bemängelte, dass es für Hochschulen ein eigenes Ministerium gebe, aber die Zuständigkeiten für berufliche Bildung über mehrere Häuser verteilt wurden. «Die duale Ausbildung hat keine Priorität», urteilte er daher.

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