NRW: CDU und Grüne äußern sich positiv nach erstem Gespräch

18.05.2022 Die Spitzen von CDU und Grünen in NRW haben sich in Düsseldorf zu einem ersten Gespräch getroffen. Eine Sondierung steht aber offenbar noch aus.

Hendrik Wüst (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Mona Neubaur, Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende (Bündnis 90/Die Grünen), kommen zu ersten Sondierungsgesprächen zusammen. © Rolf Vennenbernd/dpa

Drei Tage nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl sind die Spitzen von CDU und Grünen am Mittwoch in Düsseldorf zu einem ersten Gespräch zusammengekommen.

An dem Treffen nahmen Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Grünen-Landeschefin Mona Neubaur mit je vier Spitzenvertreterinnen und -vertretern ihrer Partei teil.

Beide Seiten äußerten sich anschließend positiv. «Es war ein angenehmes, offenes und ehrliches Gespräch», sagte Neubaur nach dem zweistündigen Austausch. «Jetzt gehen wir damit zurück in unsere Parteien und werten das aus.» Wüst erklärte: «Es war ein erstes gutes Gespräch in einem guten Geist und jetzt gehen wir damit in die Gremien der Parteien, um alles weitere zu beraten.» Zu Inhalten äußerten sich beide nicht.

Auf Einladung der CDU

Die beiden Gruppen hatten sich zuvor vor dem Gebäude des Westdeutschen Handwerkskammertags mit dem Faust-Gruß begrüßt. Eingeladen zum ersten Treffen hatte die CDU. Von einem Sondierungsgespräch war in den Mitteilungen noch nicht die Rede. Thema des Gesprächs sollte nach Angaben beider Seiten zunächst eine Bewertung der aktuellen politischen Lage in Nordrhein-Westfalen sein. Wüst hatte nach der Wahl Gespräche mit allen demokratischen Parteien angekündigt.

Die CDU hatte die Landtagswahl am Sonntag mit 35,7 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Die Grünen konnten ihr Ergebnis gegenüber der Wahl 2017 fast verdreifachen und wurden mit 18,2 Prozent drittstärkste Kraft. Neubaur hatte betont, dass die Grünen zwar zuerst mit dem Wahlsieger CDU reden würden, aber auch für Gespräche mit der SPD bereitstünden.

SPD-Spitzenkandidat und Landesparteichef Thomas Kutschaty hatte nach dem historisch schlechtesten Ergebnis der Sozialdemokraten klar gemacht, dass zuerst die CDU am Zug sei. Gleichwohl hatte Kutschaty angekündigt, auch Grüne und FDP zu Gesprächen einladen zu wollen.

© dpa

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