Klimawandel verursacht größte Sorgen

Klimawandel, Krieg und hohe Energiekosten - die Bundesbürger haben viel Anlass zur Sorge. Eine neue Umfrage zeigt, was die Menschen am stärksten umtreibt.
Mehr als die Hälfte der Befragten hat Sorge davor, dass sich der Klimawandel immer häufiger durch Naturkatastrophen auf den Alltag auswirkt. © Gehad Hamdy/dpa

Unter den großen aktuellen Krisen verursacht der Klimawandel derzeit die größten Sorgen bei den Menschen in Deutschland - gefolgt von Krieg und den hohen Energiekosten. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Beamtenbunds dbb, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach warnte davor, dass die Menschen immer stärker das Vertrauen in den Staat und seine Schutzfunktion verlören. Am diesem Sonntag beginnt in Berlin ein dbb-Gewerkschaftstag.

Laut dem Anfang November erhobenen Meinungsbild sorgen sich 59 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, dass sich der Klimawandel immer häufiger und stärker durch Naturkatastrophen auf den Alltag auswirkt. 53 Prozent sorgen sich eigenen Angaben zufolge davor, dass der russische Angriffskrieg auf die Ukraine auf andere Länder
übergreift oder sogar in einen Weltkrieg mündet. 52 Prozent sorgen sich demnach vor einer zu großen Belastung der eigenen finanziellen Lage durch zu hohe Kosten für Strom und Energie.

Sorge auch vor Cyberangriffen

Mit 51 Prozent fast ebenso viele Menschen teilen laut den Forsa-Zahlen die Sorge, dass es durch Cyberangriffe zu Ausfällen bei kritischen Infrastruktureinrichtungen kommt. 44 Prozent sorgen sich vor finanziellen Schwierigkeiten durch die hohen Kosten für Lebensmittel. 42 Prozent treibt demnach um, dass es im Winter nicht mehr genügend Gas für die Haushalte und die Wirtschaft geben könnte.

Silberbach, der sich erneut um den Vorsitz von dbb beamtenbund und tarifunion bewirbt, zeigte sich von den Ergebnissen alarmiert. «Ich denke, weder Ampel-Koalition noch Opposition haben verstanden, wie ernst die Lage wirklich ist», sagte Silberbach der dpa. Der Gewerkschaftschef, dessen Organisation viele Beschäftigte des öffentlichen Dienstes vertritt, forderte einen Investitionsplan in Form eines Sondervermögens, um Infrastruktur und Ausstattung des öffentlichen Dienstes zu verbessern.

© dpa
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