Kevin Kühnert deaktiviert Twitter-Profil

Digital Detox für Kühnert? Der SPD-Generalsekretär macht zumindest nun Twitter-Detox. Das hat mit seiner politischen Arbeit zu tun. Und mit Twitter an sich.
SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert ist nicht mehr mit eigenem Account auf Twitter. © Bernd von Jutrczenka/dpa

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat sein Twitter-Profil deaktiviert. Er habe den Account in den letzten Monaten quasi nicht mehr genutzt, sagte Kühnert am Montag im Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. «Dann muss man für sich einfach irgendwann auch mal die Konsequenz ziehen und sagen: Das scheint gerade für meine politische Arbeit nicht das richtige Medium zum Senden und Empfangen zu sein.» Deswegen habe er den Account deaktiviert.

Kühnert hatte bei Twitter knapp 370.000 Follower. Am Montag war sein Profil nicht mehr erreichbar. «Dieser Account existiert nicht», zeigte der Kurznachrichtendienst an. Sein Instagram-Profil mit gut 93.000 Followern war am Montag noch online.

Er habe festgestellt, dass Twitter seine Wahrnehmung der Wirklichkeit verzerre, sagte Kühnert. «Ich finde einfach, dass die Diskussionskultur, wie sie auf Twitter stattfindet und auch die Art und Weise wie dort Gesellschaft repräsentiert oder, ich würde sagen, absolut gar nicht repräsentiert wird, dass das zu Fehlschlüssen und Irrtümern in politischen Entscheidungen führt.»

In einer Live-Unterhaltung mit Parteichef Lars Klingbeil auf Instagram sagte Kühnert am Montagabend, die Entscheidung, Twitter zu verlassen sei wahrscheinlich keine dauerhafte. Stein des Anstoßes, den Twitteraccount ausgerechnet am Montag zu deaktivieren, sei die Reaktion auf ein Interview gewesen, dessen Aussage teils entfremdet verbreitet worden seien. «Das war mir jetzt einfach zu blöde am heutigen Tag», sagte Kühnert. Es sei nicht als politisches Statement gegen soziale Netzwerke oder ähnliches zu verstehen.

Kühnert war zuletzt in die Kritik geraten wegen Aussagen am Montagmorgen bei den Sendern RTL und ntv. Dort äußerte er sich zurückhaltend zu Forderungen nach Lieferungen deutscher Kampfpanzer an die Ukraine. «Diese Aussagen, dass wir nicht schleichend hineingezogen werden wollen in den Krieg, dass wir Russland nicht noch dazu animieren wollen, völlig irrational am Ende zu handeln und noch ganz andere Staaten anzugreifen, das ist ja keine Kleinigkeit.» Das sei ein wichtiger Aspekt, der bei «allem heißen Herzen» bedacht werden müsse.

© dpa
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