Wirtschaftsnahe Bildungsstudie: Sachsen vorn

Wie reduzieren die Bundesländer Bildungsarmut, tragen zur Fachkräftesicherung bei und fördern Wachstum? Einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge schneidet Sachsen am besten ab.
Die Flagge des Freistaats Sachsen. © Sebastian Kahnert/dpa

Sachsen hat aus Sicht der wirtschaftsnahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) das beste Bildungssystem in Deutschland.

Im veröffentlichten Bildungsmonitor, einer Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der von der Metall- und Elektro-Industrie finanzierten INSM, landete der Freistaat auf Platz eins, Bremen wurde Schlusslicht. Laut den Autoren wurde «explizit eine bildungsökonomische Sichtweise eingenommen» und bewertet, inwiefern die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern.

Nach Sachsen folgten Bayern und Thüringen auf Platz zwei und drei. Schlusslicht war hinter Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt der Stadtstaat Bremen. «In fast der Hälfte der Bundesländer haben sich die Bildungssysteme seit 2013 unterm Strich verschlechtert», sagte der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr.

An allen Schulen sollten nach Ansicht der Autoren Vergleichsarbeiten durchgeführt werden, «um den Umfang des Lernverlustes systematisch zu ermitteln». Zudem müsse die Förderinfrastruktur ausgebaut und mehr Lehrkräfte in den sogenannten MINT-Fächern - Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - ausgebildet werden.

Auch Digitalisierung stand im Fokus

Zum ersten Mal wurde im «Bildungsmonitor» auch die Digitalisierung betrachtet. Die Bedeutung digitaler Kompetenzen nehme in den kommenden Jahren deutlich zu, hieß es. Entsprechend relevant sei die Digitalisierung im Bildungssektor. Hier schnitt der Gesamtsieger Sachsen mit Platz 12 im Ländervergleich deutlich schlechter ab. Schlusslicht Bremen liegt hier hingegen auf Platz eins. Gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen bildet Bremen demnach am stärksten Informatiker in der beruflichen Bildung und an Hochschulen aus.

Deutschlandweit sollten nach Ansicht der Initiative 20.000 zusätzliche IT-Stellen an den Schulen bereitgestellt werden. «Neue Laptops oder Tablet-Computer werden monatelang nicht ausgepackt, da sich niemand für die Installation von Programmen zuständig fühlt oder Datenschutzbedenken im Weg stehen», sagte Pellengahr. «Unser Bildungsföderalismus hat viele Vorteile. Sie werden nur viel zu selten genutzt.»

Der «Bildungsmonitor» wird seit 2004 jährlich im Auftrag der INSM erhoben. Die Initiative beschreibt sich selbst als überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall-und Elektro-Industrie finanziert.

© dpa
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