Röttgen warnt CDU vor Verschiebung nach rechts

02.11.2021 CDU-Politiker Röttgen betont, dass seine Partei eine «Partei der Mitte» sei. Im Zuge der geplanten personellen Neuaufstellung warnt er vor einem Rechtsdrift.

Norbert Röttgen, CDU-Präsidiumsmitglied, kommt zu den Sondersitzungen von Präsidium und Bundesvorstand seiner Partei. Foto: Kay Nietfeld/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat seine Partei angesichts der bevorstehenden personellen Neuaufstellung vor einer Verschiebung nach rechts gewarnt.

Es gebe in der Partei unterschiedliche Richtungen, etwa Konservativere und Liberalere, sagte er im ZDF-«heute journal». «Aber die CDU darf selber keine Richtungspartei werden. Wir sind das nicht. Wir sind Partei der Mitte.» Das Zentrum müsse die moderne Mitte sein. «Nur dort können wir gewinnen. Das sind wir als CDU ideell, da findet der gesellschaftliche Kampf um die Mehrheit statt.» Wenn die CDU eine Rechtsverschiebung erleben würde, dann würde sie den anderen Parteien - SPD, Grünen und FDP - freien Raum lassen, sich zu etablieren.

In der CDU wird davon ausgegangen, dass Röttgen sowie der frühere Fraktionschef und Wirtschaftsexperte Friedrich Merz große Ambitionen auf die Nachfolge von Parteichef Armin Laschet haben. Beide waren im Januar in einer Kampfabstimmung gegen Laschet unterlegen. Als weitere mögliche Kandidaten werden auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus gehandelt.

Röttgen sagte, die CDU brauche eine Mannschaft und Mannschaftsgeist. «Das kann nicht das Werk eines Erlösers sein, auf den alle warten. Sondern das kann nur als Gemeinschaftswerk gelingen, und ich möchte gerne Teil dieses Gemeinschaftswerks sein.»

Personelle Neuaufstellung im Januar

Auf die Frage, ob er sich als «Teamleader», also Parteichef, sehe, sagte Röttgen: «Das ist ja verabredet worden, dass es jetzt einen festen Zeitplan gibt - und auch dafür, dass es Vorschläge, Nominierungen oder auch Erklärungen zur Kandidatur gibt. Das läuft ab dem nächsten Samstag zehn Tage lang.»

Die CDU will ihre personelle Neuaufstellung nach dem Debakel bei der Bundestagswahl im Januar abschließen. Der Bundesvorstand hatte am Dienstag einstimmig beschlossen, dass dies bei einem Parteitag am 21./22. Januar in Hannover geschehen soll. Davor gibt es eine Mitgliederbefragung über die Nachfolge von Laschet als Parteichef.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Fußball news

DFB-Pokal-Finale: Leipzig startet mit Forsberg - Freiburg mit Dreierkette

People news

Social Media: Youtuber Bibi und Julian haben sich getrennt

Tv & kino

Schauspielerin: Wenn Tilda Swinton drei Wünsche frei hätte

People news

Ex-Nationalspieler: Uwe Rahn wird 60 - «Habe den Krebs besiegt»

Internet news & surftipps

Brasilien: Musk trifft Bolsonaro: Satelliten-Internet für Amazonas

Auto news

Preis runter, Fahrer munter?: Der Tankrabatt kommt: Was Autofahrer jetzt wissen müssen

Handy ratgeber & tests

Featured: iOS 15.6: Alle Infos zum iPhone-Update

Reise

Bundesrat macht Weg frei: 9-Euro-Tickets für Busse und Bahnen kommen zum 1. Juni

Empfehlungen der Redaktion

Inland

Christdemokraten: CDU sucht neuen Parteichef - Süssmuth für Frauen-Kandidatur

Inland

Parteien: Vorsitz-Kandidat Merz sieht CDU in schwieriger Lage

Regional nordrhein westfalen

Wüst will rasch Klarheit über CDU-Spitze

Regional rheinland pfalz & saarland

Bouffier: CDU mit Fahrplan für Wahl von Bundesvorsitz

Inland

CDU-Parteivorsitz: Machtkampf um Laschet-Nachfolge

Inland

Laschet-Nachfolger: CDU will personelle Neuaufstellung im Januar abschließen

Inland

Wegen Corona: CDU-Chef wird erneut bei Online-Parteitag gewählt

Regional hamburg & schleswig holstein

Röttgen will Franziska Hoppermann als Generalsekretärin