Psychologe: Corona-Beschlüsse für junge Menschen belastend

22.12.2021 Erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden vor allem junge Menschen belasten. Ein Psychologe eröffnet zwei Perspektiven um dabei besser zurecht zu kommen.

Junge Menschen tanzen auf der Tanzfläche einer Tanzschule. (Archivbild). Foto: Peter Steffen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Beschlüsse des Corona-Gipfels werden aus Sicht des Psychologen Tobias Rothmund vor allem junge Menschen in ihrem Alltagsleben einschränken.

«Das ist das Alter, in dem man sich mit Anderen treffen und feiern will, da sehe ich die größte Belastung», sagte der an der Universität Jena lehrende Professor der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstagabend soll spätestens ab 28. Dezember eine Obergrenze von zehn Personen für Privattreffen gelten, Clubs und Diskotheken sollen geschlossen werden, Fußballspiele und andere Großveranstaltungen ohne Zuschauer stattfinden.

«Für viele Menschen bedeutet die beschlossene Obergrenze gar keine große Änderung, weil sie sich schon lange nicht mehr mit mehr als zehn Personen getroffen haben», sagte Rothmund. Gleiches gelte für die Teilnahme an Großveranstaltungen.

Feiertage bewusster gestalten

Rothmund empfiehlt, die Feiertage in diesem Jahr bewusster zu gestalten, - natürlich im kleinen Kreis - mehr zusammen in der Familie zu machen, sich auszutauschen oder einen Tag gemeinsam zu gestalten. Auch Alleinstehende könnten sich mit Freunden und Bekannten treffen und das besonders zelebrieren, vielleicht zusammen kochen. «Gerade dieses Weihnachten kann es wichtig sein, das eigene seelische Konto aufzuladen, indem man es besonders gestaltet.»

«Natürlich ging es uns vor zwei Jahren besser und jeder sehnt sich nach der Zeit ohne Corona zurück», so Rothmund. Es gebe aber zwei Perspektiven um besser mit der anhaltenden Pandemie zurecht zu kommen. «Viele Menschen können sich bewusst machen, dass es ihnen immer noch verhältnismäßig gut geht», meint er. «Wir leben in einem Land, in dem es Wohlstand gibt und haben vieles, was die Situation erleichtern kann, etwa den digitalen Austausch.» Außerdem sei zu hoffen, dass sich die pandemische Lage im Frühjahr und Sommer wieder entspannt. Es helfe, sich an dieser mittelfristigen Perspektive zu orientieren.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Sport news

Eishockey-WM: Söderholm gibt Tag bei WM frei - noch keine Stützle-Diagnose

Internet news & surftipps

Social Media: Musk spricht von günstigerem Deal für Twitter

Musik news

Song Contest: ESC-Sieger Kalush Orchestra zurück in der Ukraine

Tv & kino

Prenzlauer Berg: DDR-Trilogie: «Leander Haußmanns Stasikomödie»

Tv & kino

Der junge Ibrahimovic: «I Am Zlatan»: Großes Ego, großes Kino?

Job & geld

Streitfall: Längere Krankheit rechtfertigt Kündigung im Fitnessstudio

Das beste netz deutschlands

Verbraucherzentrale : Vor personalisierten Preisen beim Online-Einkauf schützen

Auto news

Stiftung Warentest: Kinderfahrräder: Teils zu schwache Bremsen und Schadstoffe

Empfehlungen der Redaktion

Familie

Psychologe: Corona-Beschlüsse vor allem für junge Menschen belastend

Regional thüringen

Psychologe: Corona vor allem für junge Menschen belastend

Regional hessen

Virologe: Nicht «Signal der Entspannung» aussenden

Inland

Pandemie: Oppositionspolitiker kritisieren Corona-Beschlüsse

Regional bayern

Söder: Weihnachts-Vorsicht statt Weihnachts-Lockdown

Regional sachsen

Museum der bildenden Künste Leipzig: Gespräche für Blinde

Regional bayern

Corona: Kreise: Söder lockert Regeln in Gastronomie, Sport, Kultur

Regional rheinland pfalz & saarland

Kontrollen und Demos: Bürger beschweren sich über Polizei