Lauterbach befürchtet «schweren» Corona-Herbst

01.07.2022 Karl Lauterbach rechnet mit sehr hohen Fallzahlen im Herbst. Das könne auch zu eine Überlastung der kritischen Infrastruktur führen, so der Gesundheitsminister.

Karl Lauterbach: «Es wird ein schwerer Herbst werden, wir müssen vorbereitet sein». © Kay Nietfeld/dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach befürchtet im Herbst eine deutliche Verschlechterung der Corona-Situation. «Es wird ein schwerer Herbst werden, wir müssen vorbereitet sein», sagte der SPD-Politiker am Abend in den ARD-«Tagesthemen». Er glaube, dass «wir mit der BA.5-Variante, die sich jetzt hier ausbreitet, große Schwierigkeiten bekommen werden». Er rechne mit sehr hohen Fallzahlen, was auch zu einer Überlastung der kritischen Infrastruktur führen könne. «Das ist meine Befürchtung», sagte der Minister.

Zuvor hatte ein Sachverständigenausschuss ein lang erwartetes Gutachten über die Wirksamkeit bisheriger Corona-Schutzmaßnahmen vorgestellt. Demnach können Schutzmaßnahmen wie das Maskentragen auch weiter gegen das Coronavirus hilfreich sein. Hinter vielen anderen bekannten Auflagen setzt der Sachverständigenausschuss aber große Fragezeichen, mangels ausreichender Daten seien keine sicheren Bewertungen möglich.

Lauterbach: Gutachten ist nicht das letzte Wort

Lauterbach räumte in der ARD ein, man habe bislang «nicht die perfekten Daten» gehabt. Mit einem Pandemie-Radar in Krankenhäusern und einem Abwassermonitoring gehe er im September aber von einer besseren Datenlage aus. Das Gutachten sei «keine Bibel, aus der zu zitieren ist» und auch «nicht das letzte Wort», betonte der Gesundheitsminister.

Mit Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) wolle er jetzt «sehr schnell zu Regelungen kommen, die die Bürgerinnen und Bürger im Herbst und im Winter besser schützen», bekräftigte Lauterbach.

Lockdown ausgeschlossen

«Im Gutachten sind viele Maßnahmen bewertet worden nach dem Motto "Sie helfen, aber wir wissen nicht, wie stark sie helfen"», sagte der Minister am Abend im ZDF-«heute journal». Auch internationale Literatur und weitere Experteneinschätzungen würden daher nun in Beratungen über ein neues Infektionsschutzgesetz einbezogen. Einen Lockdown wie zu Beginn der Pandemie schloss Lauterbach aus: «Das würden wir nicht wiederholen.»

© dpa

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