Ifo: Längere AKW-Laufzeit würde Strom günstiger machen

Es wird weiterhin gestritten, ob die drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke weiterlaufen sollen. Einer Berechnung zufolge könnten die Kraftwerke 2023 etwa vier Prozent des Stroms in Deutschland erzeugen.
Das Kernkraftwerk Emsland (KKE) mit seinem Kühlturm in Niedersachsen. © Friso Gentsch/dpa

Eine Laufzeitverlängerung der drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke würde nach Einschätzung des Ifo-Instituts den Anstieg der Strompreise bremsen. Nach Berechnungen der Münchner Ökonomen könnten die Kraftwerke im kommenden Jahr etwa vier Prozent des Stroms in Deutschland erzeugen. Der Preis wäre demnach ebenfalls vier Prozent günstiger als bei einer Abschaltung. Das teilte das Ifo-Institut mit.

Allerdings könnte Atomstrom demnach nur einen kleinen Teil der Stromerzeugung durch Gaskraftwerke ersetzen. Der Anteil von Gasstrom würde der Berechnung zufolge nur von 8,3 Prozent auf 7,6 Prozent sinken.

Die drei Atomkraftwerke sollen nach dem ursprünglichen Zeitplan Ende Dezember abgeschaltet werden. Über eine Laufzeitverlängerung wird seit Monaten gestritten. Die Gegner argumentieren, dass dies für die Versorgungssicherheit mit Energie bedeutungslos wäre, da Strom im Gegensatz zu Gas nicht knapp sei.

Das Ifo-Institut empfiehlt der Bundesregierung zumindest, die Möglichkeit einer Laufzeitverlängerung hinaus offenzuhalten, und zwar über eine kurzfristige krisenbedingte Phase hinaus.

Abgesehen davon lässt der rasante Anstieg der Gaspreise nach Ifo-Schätzung die Gewinne von Kraftwerksbetreibern in unerwartete Höhe schießen. Auch die AKW-Betreiber können demnach mit zusätzlichen 7,9 Milliarden Euro rechnen.

© dpa
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