Lauterbach: Keine Durchseuchung durch die Hintertür

Eine steigende Inzidenz und Infektionszahlen auf weiterhin hohem Niveau sorgen bei einigen für Unsicherheit und Bedenken hinsichtlich der Pläne der Politik. Der Gesundheitsminister versucht dem nun entgegen zu treten.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). © Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist Vorwürfen entgegengetreten, die Regierung unternehme zu wenig gegen die Verbreitung des Coronavirus und schwere Erkrankungen. Viele Bürger fragten sich, ob jetzt eine Durchseuchung durch die Hintertür komme, schrieb der Minister am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter. «Nein», versicherte er - der von ihm im Juni vorgestellte Sieben-Punkte-Plan zur Vorbereitung auf den Herbst laufe schon an. Dazu gehöre unter anderem «ein für alle Infektionsstufen ausreichendes Infektionsschutzgesetz», betonte der SPD-Politiker und fügte hinzu: «Ich verzichte gerne auf Urlaub dafür».

Mit Blick auf Medikamente, die bei Risikopatienten einen schweren Krankheitsverlauf verhindern sollen, schrieb der Minister: «Wir haben die Medikamente und setzen sie nicht ein. Das ändert sich.» Man stehe dazu in Kontakt mit der Ärzteschaft. In Deutschland ist seit Februar das Medikament Paxlovid auf dem Markt. Mit dem Mittel soll schweren Verläufen entgegengewirkt werden. Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hatte sich im Juni in einem Interview eher skeptisch geäußert. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er damals: «Paxlovid kann für eine kleine Gruppe an Hochrisikopatientinnen und Patienten sehr hilfreich sein, es ist jedoch kein "Gamechanger" für die breite Bevölkerung.» Das Medikament habe eine Reihe an Wechselwirkungen und müsse außerdem bereits sehr früh in der Erkrankung eingenommen werden.

Auf Twitter wurden Lauterbachs Äußerungen vielfach kommentiert.

© dpa
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